Mückstein: Neue Corona-Regeln für Discos "notwendig"

Ab 22. Juli gelten schärfere Corona-Regeln in der Nacht-Gastronomie.
Ab 22. Juli gelten schärfere Corona-Regeln in der Nacht-Gastronomie. ©ORF.at/ZiB2
Die Nachtgastronomie kann ab 22. Juli nur noch genutzt werden, wenn ein negativer PCR-Test vorliegt oder eine Impfung vorgewiesen werden kann. In der "ZiB2" betonte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein, dass nun auf steigende Corona-Zahlen reagiert werden müsse.
Corona-Regeln werden verschärft

In der "ZiB2" betonte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein, dass man angesichts weiter steigender Zahlen frühzeitig reagieren müsse, um nicht die Fehler des vorigen Sommers zu wiederholen. Jetzt gebe es noch die Möglichkeit, "an kleinen Schrauben zu drehen". Wenn sich die Intensivstationen wieder füllen würden, wäre es zu spät.

Verschärfungen bei Disco-Besuch und Grünem Pass

Neben den Verschärfungen in der Nachtgastronomie, Eintritt nur noch mit Corona-Impfung bzw. PCR-Test, ist der "Grüne Pass" ab 15. August nur gültig, wenn die zweite Immunisierung vollzogen ist. Schließlich bleibt die Registrierungspflicht bei Veranstaltungen und in der Gastronomie entgegen ursprünglichen Planungen aufrecht.

Der Minister bekräftigte, dass am 22. Juli die Maskenpflicht in Öffis und Supermärkten zwar bestehen bleibe, sonst im Handel aber fallen werde. Eine Impfpflicht für Lehrer stehe derzeit nicht zur Debatte. Mückstein teilte auch mit, dass er mit den Bundesländern in Gesprächen sei, um die Möglichkeiten für PCR-Tests auszuweiten, so wie das in Wien besteht.

Sozialistische Jugend fordert kostenlose PCR-Tests in ganz Österreich

Kostenlose PCR-Tests in ganz Österreich forderte die Sozialistische Jugend. SJ-Vorsitzender Paul Stich verwies darauf, dass abseits von Wien PCR-Tests teilweise mit hohen Kosten verbunden sind und verlangte: "Feiern zu gehen darf nicht vom Geldbörsel abhängig sein." Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres und der Mikrobiologe Michael Wagner von der Universität Wien plädierten wiederum für eine Maskenpflicht in Innenräumen.

Platter warnt vor "Überreaktion"

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP), derzeit auch Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz, bezeichnete die Nachtgastronomie-Maßnahmen auf APA-Anfrage wegen des noch nicht ausreichenden Impffortschritts bei den Jungen als "notwendig". Gleichzeitig warnte Platter aber erneut deutlich vor einer "Überreaktion" bei steigenden Inzidenzzahlen. Es sei wichtig, "nicht durch Überreaktionen zu verunsichern, sondern Zuversicht und Optimus zu vermitteln". Denn die wichtigste Botschaft sei: "Die Impfung wirkt". Dies beweise der durchgeimpfte Bezirk Schwaz. Man müsse "weg vom starren Blick auf die Inzidenz, hin zu einer genauen Beobachtung der Hospitalisierungen und der Intensivstationen", bekräftigte der Landeschef seine bei seiner Antrittsrede im Bundesrat getätigten Aussagen. "Es zeigt sich ganz klar, dass die Impfung vor dem Virus und einem schweren Verlauf schützt. Deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen und sich und andere schützen", so der Platter.

Die Wirtschaftskammer zeigte zwar Verständnis für die Besorgnis ob der steigenden Corona-Zahlen, appellierte aber an die Verantwortlichen, "notwendige Maßnahmen mit Augenmaß und Bedacht zu setzen". Denn gerade die Nachtgastronomie sei eine jener Branchen, die extrem von den Auswirkungen der Corona-Pandemie in den vergangenen Monaten betroffen war und weiterhin sei. Größtmögliche Sicherheit für alle Menschen sei zwar weiterhin wichtig, genauso wie es wichtig sei, den gerade begonnenen Aufschwung der Wirtschaft nicht zu gefährden, hieß es aus der WKÖ. Deshalb wird seitens der Wirtschaft gleichzeitig insbesondere an die jungen Menschen appelliert, das breite Impfangebot zu nutzen.

(APA/Red)

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