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Minister mahnen: Menschen sollen Geschäfte nicht stürmen

Die Phase um die Einkaufs- und Feiertage ist für Anschober entscheidend.
Die Phase um die Einkaufs- und Feiertage ist für Anschober entscheidend. ©APA
Gesundheitsminister Anschober und Innenminister Nehammer appellieren sowohl an den Handel als auch an die Bevölkerung, die Corona-Maßnahmen auch nach dem Lockdown weiter einzuhalten. In puncto Weihnachtseinkäufe sei noch genug Zeit, niemand müsse Geschäfte stürmen.
Kurz: Zweiter Lockdown zeigt Wirkung

Der Lockdown wirke, die Massentests müssten fortgesetzt werden und es gelte, nicht leichtsinnig zu werden. Das betonte am Sonntag Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). Man sei am richtigen Weg, die Zahlen aber "noch viel zu hoch".

In Hinblick auf die Geschäftsöffnungen richtete der Ressortchef Appelle an Handel und Bevölkerung.

Anschober mit Appell an Handel und Bevölkerung

"Ziel muss sein, dass wir die Neuinfektionen in Richtung 1.000 Fälle weiter absenken können", sagte Anschober. Das würde Auswirkungen auf das gesamte System haben: "Denn zuerst sinken die Neuinfektionen, dann nach ein bis zwei Wochen die Hospitalisierungen, etwas später die ICU-Zahlen und schließlich mit einer weiteren Verzögerung die Todeszahlen." Mit den Massentestungen werde es gelingen, "tausende unbekannte Neuinfektionen ohne Symptome zu erkennen und aus dem Infektionszyklus zu lösen", betonte Anschober.

Anschober sieht "die Phase um die Einkaufstage und die Feiertage" als langfristig entscheidende Weichenstellung in der Pandemiebekämpfung. Menschenansammlungen sollten gemieden und nur unbedingt erforderliche physische Kontakte mit Mindestabstand durchgeführt werden. Der Minister appellierte an den Handel und "dabei vor allem an die Einkaufszentren", die strengen Vorgaben einzuhalten. Und an die Bevölkerung: "Bitte stürmen Sie nicht an den ersten Tagen in die Einkaufszentren, auch nach dem 8. Dezember gibt es ausreichend Einkaufsmöglichkeiten."

Nehammer: "Noch genug Zeit für Weihnachtseinkäufe"

Auch Karl Nehammer (ÖVP) hat am Sonntag an die Bevölkerung appelliert, nach der Lockdown-Lockerung nicht sofort in Einkaufszentren zu strömen. Für die Weihnachtseinkäufe sei in den kommenden drei Wochen noch ausreichend Zeit, betonte der Innenminister.

Gleichzeitig mahnte er zu äußerster Vorsicht beim Einkaufen und appelliert an die Menschen im Land Situationen zu meiden, in denen der Abstand nicht eingehalten werden könne. "Die Maßnahmen sind mühsam und nervig und gleichzeitig eine absolute Notwendigkeit. Gerade in Einkaufsmeilen ist höchste Vorsicht geboten."

"Engmaschige Kontrollen" zur Lockdown-Lockerung angekündigt

Nehammer wies auch auf "die engmaschigen Kontrollen" der Polizei hin: "Speziell in Einkaufsstraßen werden verstärkte Streifen die Einhaltung der Covid-Regeln kontrollieren."

Wenn Verstöße wahrgenommen werden, könnten Organstrafmandate oder auch Anzeigen erstattet werden. "Die Strafen der Gesundheitsbehörden sind empfindlich hoch - bis zu 1.450 Euro", mahnte Nehammer.

Auch verstärkter Personaleinsatz der NÖ Polizei in Einkaufszentren

Wenn der Handel wieder aufsperrt, wird auch die niederösterreichische Polizei ihr Personal in Einkaufszentren des Bundeslandes deutlich verstärken. Chefinspektor Johann Baumschlager verwies in diesem Zusammenhang im Gespräch mit der APA auf die Notwendigkeit der Überwachung der Corona-Maßnahmen.

Es gebe zudem Verkehrskonzepte bei Staus, insbesondere bei der SCS in Vösendorf (Bezirk Mödling). Nicht zuletzt würden Securitys in Malls unterstützt, sagte Baumschlager.

Der Chefinspektor richtete auch einen Appell an die Konsumenten: Nicht unbedingt notwendige Einkäufe sollten nicht schon am Montag und zu Mariä Empfängnis am Dienstag, sondern erst ab Mittwoch erledigt werden.

(APA/Red)

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