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Massentests in Südtirol: "Alle haben Aktion unterstützt"

Auch die Bevölkerung stand in Südtirol zum größten Teil hinter dem Massentest.
Auch die Bevölkerung stand in Südtirol zum größten Teil hinter dem Massentest. ©APA
Knapp 350.000 Südtiroler wurden am Wochenende auf Corona getestet, der Ablauf war mehr oder weniger reibungsfrei. Nur durch eine effiziente Team-Arbeit konnte das erreicht werden.
Anschober will von Südtirol lernen

Gerald Schimpf, einer der Einsatzleiter des Corona-Krisenstabs im Gesundheitsministerium, hat die SARS-CoV-2-Massentests in Südtirol am vergangenen Wochenende an Ort und Stelle mitverfolgt. Er habe "so eine Art Schulterschluss" beobachtet, Bevölkerung, Freiwilligenorganisationen, Gemeinden - "wirklich alle" hätte die Aktion unterstützt, sagte er im Ö1-Morgenjournal.

"Es hat ein sehr gutes Commitment der Bevölkerung gegeben. Das heißt, es haben wirklich sehr viele auch wirklich teilnehmen wollen", berichtete Schimpf.

Massentests als logistische Herausforderung

Auf organisatorischer Seite müsse man "den Prozess von vorne bis hinten betrachten. Das heißt, einerseits das Logistisch-Operative, wo man sieht, ist genug Ausrüstung vorhanden, sind die Testkits vor Ort", andererseits die digitalen Prozesse bis hin zur wichtigen Frage, ob die Daten gut genug aufbereitet werden, um sie für das jeweilige epidemiologische Meldesystem zu verwenden, ebenso für das Contact-Tracing, "für die Behörden, für das Nachtesten". Hier dürfe es "wirklich keinen Bruch" geben und das Vorgehen im Anschluss an das Testen müsse entsprechend gut und machbar gestaltet sein.

Südtirol habe ein teils digitales, teils analoges "Hybridsystem" gewählt. "Man konnte sich, also um ein konkretes Beispiel zu nennen, digital auf einer Homepage sehr niederschwellig für das Testangebot anmelden, hat einen Timeslot zugewiesen bekommen, hat sich das ausdrucken können, mit dem in die Teststraße, vor Ort hat man mit Papier gearbeitet, da wurden die Daten erfasst, mit dem Testergebnis verknüpft und dann auch so wieder in die Datenbank eingegeben."

Abläufe funktionierten großteils gut

Am Ende erhielten die Testpersonen das Ergebnis per SMS oder E-Mail zugestellt, schilderte Schimpf. Teilweise hätten allerdings Mail-Adressen oder Telefonnummern gefehlt: "Das heißt, man konnte die Person zwar kontaktieren und über ihr Ergebnis informieren, aber diese Zwei-Faktor-Authentifizierung und das Zertifikat über den Test zu bekommen, war nicht immer wirklich zeitnah gewährleistet", berichtete er von den Erfahrungen der Südtiroler Behörden. Insgesamt hätten die Abläufe dort aber sehr gut funktioniert.

(APA/red)

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