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Mario Kunasek löst Doskozil an der Heeresspitze ab

Mario Kunasek ist neuer Verteidigungsminister
Mario Kunasek ist neuer Verteidigungsminister ©APA
Der steirische Freiheitliche Mario Kunasek wird nach fast elf Jahren SPÖ-Dominanz das Verteidigungsministerium übernehmen.
Das Programm der Regierung
Die neuen Minister

Kunasek ist der 17. Verteidigungsminister und der vierte aus der FPÖ, er folgt Hans Peter Doskozil nach nicht einmal zwei Jahren an der Heeresspitze.

Freiheitlicher Mario Kunasek wird Verteidigungsminister

Neuland ist das Bundesheer für Kunasek keineswegs, ist er doch Stabsunteroffizier und war auch schon Vorsitzender des Landesverteidigungsausschusses im Parlament. Dass ein Blauer ins Verteidigungsressort einzieht, ist auch nicht ungewöhnlich. Erstmals bekommen hat die FPÖ das Ministerium 1983, als sie mit der SPÖ koalierte. Der erste blaue Verteidigungsminister war damals Friedhelm Frischenschlager, im Mai 1986 übernahm sein Parteikollege Helmut Krünes (bis Jänner 1987).

Danach fiel das Ministerium wieder an die ÖVP, die es auch zwischen 1956 und 1970 geführt hatte. Die nächste schwarze Phase des Verteidigungsministeriums ab 1987 dauerte dann bis 2000 – dem Beginn der ersten schwarz-blauen Regierung. Der Freiheitliche Herbert Scheibner hielt sich dann bis 2003 als Verteidigungsminister.

Kunasek nicht für Sportagenden zuständig

Danach übernahm Günther Platter für die ÖVP, ehe 2007 die letzte längere SPÖ-Periode im Heeres-Ressort begann. Insgesamt gab es fünf rote Verteidigungsminister. Erstmals kamen die Sozialdemokraten 1970 während der SPÖ-Minderheitsregierung sowie in der anschließenden Alleinregierung zum Zug – wobei Bruno Kreisky selbst für einige Tage interimistisch das Ressort führte und mit Karl Lütgendorf zwischen 1971 und 1977 auch einen Parteifreien mit dem Posten betraute.

Nach der langen Pause ab 1983 fiel das Ressort dann 2007 in der Großen Koalition wieder der SPÖ zu. Norbert Darabos führte es bis 2013, dann übernahm Gerald Klug bis Jänner 2016. Sein Nachfolger Hans Peter Doskozil muss den Ministerposten wegen der roten Wahlniederlage am 15. Oktober nun nach nicht einmal zwei Jahren wieder abgeben und geht ins Burgenland zurück. Die Sportagenden, die Doskozil auch innehatte, wird Kunasek nicht betreuen – sie fallen seinem Parteichef und künftigen Vizekanzler Heinz-Christian Strache zu.

Die Verteidigungsminister der Zweiten Republik:

Ferdinand Graf (V) 15.07.1956 – 11.04.1961
Karl Schleinzer (V) 11.04.1961 – 02.04.1964
Georg Prader (V) 02.04.1964 – 21.04.1970
Johann Freihsler (S) 21.04.1970 – 04.02.1971
(Bruno Kreisky (S) 04.02.1971 – 08.02.1971)
Karl Lütgendorf 08.02.1971 – 31.05.1977
(Bruno Kreisky (S) 31.05.1977 – 08.06.1977)
Otto Rösch (S) 08.06.1977 – 21.05.1983
Friedhelm Frischenschlager (F) 21.05.1983 – 12.05.1986
Helmut Krünes (F) 12.05.1986 – 21.01.1987
Robert Lichal (V) 21.01.1987 – 06.11.1990
Alois Mock (V) 06.11.1990 – 17.12.1990
Werner Fasslabend (V) 17.12.1990 – 04.02.2000
Herbert Scheibner (F) 04.02.2000 – 28.02.2003
Günther Platter (V) 28.02.2003 – 11.01.2007
Norbert Darabos (S) 11.01.2007 – 11.03.2013
Gerald Klug (S) 11.03.2013 – 26.01.2016
Hans Peter Doskozil(S) 26.01.2016 – 18.12.2017
Mario Kunasek (F) ab 18.12.2017

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(APA/Red.)

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