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Margareten - Silvia Jankovic: "Ich stehe für ein modernes Weltbild"

Bezirksvorsteher-Kandidatin Silvia Jankovic im Interview.
Bezirksvorsteher-Kandidatin Silvia Jankovic im Interview. ©Neupert
Im Zuge der Wien-Wahl 2020 bat VIENNA.at die Bezirksvorsteher zum Interview. In Margareten wird es bei der Wahl im Herbst einen Generationenwechsel geben. Bezirksvorsteherin Susanne Schaefer-Wiery wird nicht mehr antreten, als SPÖ-Spitzenkandidatin tritt Silvia Jankovic an.

Bei der heurigen Bezirksvertretungswahl geht Mag. (FH) Silvia Jankovic als Spitzenkandidatin ins Rennen um den Posten der Bezirksvorsteherin. Wir baten die 36-Jährige im Zuge der Wien-Wahl zum Interview.

VIENNA.at: Sie sind zum ersten Mal Spitzenkandidatin: Wie setzten Sie sich in Ihrem Bezirk ein, um ihre Bekanntheit zu steigern?

Ich lebe seit 1994 in Margareten und bin seit mehr als 16 Jahren aktiv in der SPÖ Margareten. Über mehrere Stationen in der SPÖ, wie zb als Vorsitzende des Referates „Junge Generation“, als Bezirksrätin, als Vorstandsmitglied und nun Frauenvorsitzende konnte ich mich bei vielen Projekten, Aktivitäten und Forderungen der Sozialdemokratie einbringen und das bietet mir eine gute Ausgangslage. Wir sind seit vielen Wochen und Monaten auf der SPÖ Margareten Bezirkstour und sind täglich in unterschiedlichen Bezirksteilen unterwegs und sichtbar. In Parks, in Gemeindebau-Höfen, auf belebten Plätzen, bei U-Bahnen und in den Sozialen Medien im Einsatz um das Gespräch mit unseren Anrainer*innen und auch Multiplikator*innen, wie zb unsere Grätzl-Geschäftstreibenden oder Vereine, zu führen. Natürlich unter Einhaltung notwendiger Covid-19 Hygienemaßnahmen, denn die Gesundheit hat Priorität.

Es geht darum auf den vergangenen Erfolgen der Sozialdemokratie aufzubauen und mit frischen, modernen Ideen unseren Bezirk zukunftsfit zu machen.

Die „rote“ Handschrift zieht sich quer durch den Bezirk: leistbares und gutes Wohnen durch viele Gemeindebauten, schnelle Öffi-Anbindungen, nachhaltiger Klimaschutz durch das Öffnen von versiegelten Flächen und Ausbau von E-Mobilität. Die SPÖ Margareten setzt sich für konsumfreie Verweilräume ein, so haben wir zB. die erste Wiental-Terrasse bei der Pilgramgasse im Jahr 2015 realisiert. Da wollen wir noch mehr. Das 2018 eröffnete Kinderfreibad im Einsiedlerpark bietet kostenlose Abkühlung und Spaß mitten im Grätzl. Im Jahr 2020 haben wir das Zentrum für Nachbarschaft auf der Arbeitergasse eröffnet. Der erste klimafitte Park in Margareten „Am Hundsturm“ mit mehr Grün und Wasserspielen sorgt seit September 2020 für noch mehr Wohlfühlen im Bezirk sorgen.

Was macht Ihren Bezirk aus?

Seit 2004 ist die SPÖ Margareten meine politische Heimat. Als langjährige Bezirkspolitikerin kenne ich Margareten mit all seinen Facetten. Bürger*innen- Nähe, Beteiligung und offene Gespräche mit den Margaretner*innen sind der Motor meines Engagements in der Bezirkspolitik. Margareten ist für mich ein vielfältiger, pulsierender und wachsender Bezirk. Gemeinsam mit den Anrainer*innen sorge ich dafür, dass Margareten auch in Zukunft die höchste Lebensqualität aufweist und eine gute Nachbarschaft aktiv gefördert wird. Die Straßenzüge sollen attraktiv gestaltet werden und zu Flaniermeilen avancieren, in dem sich ein vielfältiges Angebot an Grätzl-Geschäften etabliert.  Ich möchte in den kommenden Jahren viele kinderfreundliche Projekte auf den Weg bringen und für vielfältige Freizeitmöglichkeiten sorgen. Margareten soll auch in Zukunft ein lebens- und liebenswerter und vielfältiger Bezirk sein. Ich stehe für ein modernes Weltbild einer offenen, respektvollen und engagierten Gesellschaft ein.

Was sind die wichtigsten Punkte in Ihrem "Wahlprogramm" zur Wien-Wahl?

Margareten ist geprägt von gesellschaftlicher Vielfalt und sozialem Zusammenhalt. Als Bezirksvorsteherin-Kandidatin stehe ich für ein modernes Weltbild einer offenen, respektvollen und engagierten Nachbarschaft ein. Leistbares Wohnen, viele Naherholungsräume und moderne Bildungsangebote sehe ich als zentrale Themen einer zukunftsorientierten Bezirkspolitik.

Umwelt und Klima: Wir sehen den Umweltschutz und Abkühlung im Bezirk als soziale Frage und Aufgabe der Sozialdemokratie. Moderne Parkanlagen, Straßenbegleitgrün, Beschattungselemente und mehr Wasser, wie zb Sprühregen, Trinkbrunnen und Wasserspiele, sorgen wir für Erholung vor der Haustüre.

Nachhaltige Mobilität: Der Ausbau der Ubahn ist eine nachhaltige Investition in unsere Zukunft und Mobilität, sowohl für unsere nachfolgenden Generationen als auch den Klimaschutz. Viele Margaretener*innen werden von der Aufwertung des Öffi-Netzes profitieren.

Wohnen: Nur mit der SPÖ gibt es einen Garant für leistbaren Wohnraum. Ich setze mich gegen Spekulation von Wohnraum bzw. touristische Zweckentfremdung in Margareten ein., Für mich sind leistbare Wohnpreise und starker Schutz der Mieter*innen zentrale Anliegen. Mit dem Bau eines neuen Gemeindebaus in Margareten in den nächsten 5 Jahren, sorgen wir dafür, dass in Zukunft mehr kommunale Wohnungen den Margaretner*innen zur Verfügung stehen.

Welche Projekte sollen in den kommenden Jahren im Bezirk mit Ihrer Unterstützung umgesetzt werden? 

Aus den vielen, persönlichen Gesprächen mit den Anrainer*innen zeigt sich, dass der Wunsch nach mehr Naherholung und modernen Parkflächen groß ist. In einem offenen Beteiligungsverfahren werden wir im ersten Schritt den Park beim 1. Margaretner Hochhaus mit unseren Bürger*innen neu gestalten. Unser Bezirk wächst - für die vielen Kinder werde ich die Errichtung einer neuen Schule in der kostenlosen Ganztagesform vorantreiben. Um eine flächendeckende und wohnortnahe Gesundheitsversorgung im Bezirk sicherzustellen, setze ich mich für eine rasche Umsetzung der zwei geplanten Primärversorgungszentren in Margareten ein. Ich gehe davon aus, dass diese wichtigen Bezirksprojekte eine Mehrheit in der Margaretner Bezirksvertretung finden werden. 

Was waren die großen Herausforderungen während der Corona-Pandemie?

Die Wucht der Corona Krise hat uns alle unvorhergesehen und heftig getroffen. Mit der SPÖ Margareten gemeinsam habe ich rasch eine Unterstützungs-Plattform neu geschaffen: die „Nachbarschaftshilfe Margareten“., z.B. durch Einkaufsservice, Telefonkontakt, etc., Mit welcher Selbstverständlichkeit, über alle Generationen hinweg, geholfen wurde, war einzigartig. Jetzt gilt es die wirtschaftlichen Folgen der Krise abzuwenden, denn die versprochene Hilfe der türkis-grünen Bundesregierung ist nicht bis in die Bezirke angekommen. Davon konnte ich mir ein persönliches Bild bei den zahlreichen Geschäftsbesuchen machen. Neben der Stärkung unserer Margaretner Geschäfte, Selbstständigen und Kunstschaffenden, braucht es eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes, eine Neubewertung von Arbeit und Unterstützung für Alleinerziehende.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit den anderen Parteien im Bezirk?

Unsere Demokratie lebt von der Vielfalt an Parteien und unterschiedlicher Positionen und Meinungen. Überall dem muss immer der respektvolle Umgang miteinander stehen. Als zukünftige Bezirksvorsteherin wird mir das konstruktive Zusammenarbeiten mit anderen Parteien in der Bezirksvertretungssitzung ein Anliegen sein.

Wo sehen Sie Ihre Partei bei der Gemeinderatswahl 2020?

Vorweg, finde ich es wichtig zu betonen, dass jede/r Wahlberechtigte/r vom Wahlrecht Gebrauch machen sollte. Jede einzelne Stimme zählt und setzt den Baustein, wie die nächsten Jahre Politik gemacht wird. Wir stehen vor großen gesellschaftlichen Herausforderungen und dafür braucht es sozial faire und klimafreundliche Antworten.

Die Stimmung im Bezirk und in der Stadt ist sehr gut. Die Wienerinnen wissen, dass sie sich auf die Sozialdemokratie, auch in besonders schweren Zeiten wie jetzt in der Corona-Pandemie auf uns verlassen können. Wir sind die stabile Kraft in der Stadt und im Bezirk und rechnen mit einem sehr guten Ergebnis für die Sozialdemokratie.

(Red.)

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