Ludwig: FFP2-Maskenpflicht in Wiener Öffis bleibt

FFP2-Masken in Öffis, Spitälern und Ordinationen bleiben in Wien.
FFP2-Masken in Öffis, Spitälern und Ordinationen bleiben in Wien. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Wien geht erneut den strengeren Corona-Weg: Auch nach dem 1. Juni bleibt die FFP2-Maskenpflicht in Öffis, Apotheken, Ordinationen und Spitälern bestehen.
FFP2-Maskenpflicht fällt ab Juni

Die Wiener Landesregierung weicht von der Maskenbefreiung des Bundes ab.

Ludwig: Wien behält FFP2-Masken teilweise bei

Wie Bürgermeister Michael Ludwig nach einer Sitzung seines Krisenstabs mitteilte, werden weiter FFP2-Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln, Apotheken, Ordinationen und Spitälern zu tragen sein. Der Stadtchef verwies dabei darauf, dass es sich hierbei um besonders vulnerable Settings handle.

Wien geht erneut strengeren Weg bei Corona-Maßnahmen

Er nehme die Entscheidung der Bundesregierung zur Kenntnis, wolle aber den konsequenten Wiener Weg fortsetzen, betonte der Bürgermeister. "Wir waren während der gesamten Coronakrise immer auf der sicheren Seite in Wien." Dies habe auch Erfolge erzielt, hob er hervor. Es sei etwa gelungen, während der Delta-Welle die Zahl der Erkrankungsfälle niedriger zu halten.

Wien setzt in Öffis weiterhin auf FFP2-Maske

Der Bürgermeister verwies darauf, dass neue Varianten unterwegs seien und dass man nicht wisse, wann die nächste Welle komme. Im Handel fällt die Maske zwar auch in Wien, nicht jedoch in vulnerablen Settings, unter die für Ludwig öffentliche Verkehrsmittel, Arztpraxen und Apotheken fallen.

Und die Pandemie sei noch nicht vorbei, bekräftigte er einmal mehr. Ungewiss sei etwa, wann neue Mutationen zu einer weiteren Welle führen würden. Masken seien ein "gelinderes Mittel", um hier zu schützen. Ludwig sprach von einer "Ergänzung" der Maßnahme des Bundes - die von der Wiener Bevölkerung bisher stets mitgetragen worden seien, wie er versicherte.

Wien will weiterin Gratis-PCR-Tests und Impfkampagnen für den Herbst

Der Bürgermeister forderte die Bundesregierung zudem auf, zeitgerecht mit Impfkampagnen für den Herbst zu beginnen. Das Wiener Testregime - mit der PCR-Aktion "Alles gurgelt" - soll weiter aufrecht erhalten bleiben, wie er betonte. Da es nun in geringerem Ausmaß in Anspruch genommen werde, sei es jedoch schwieriger geworden, Mutationen zu erkennen.

Kein Sonderweg in Wiens Schulen

In den Schulen geht Wien keinen Sonderweg, wie Ludwig sagte. In den Bildungseinrichtungen fallen die verpflichtenden PCR-Tests ab Juni auch in der Bundeshauptstadt weg.

Wiener NEOS halten Einschränkungen für unverhältnismäßig

Die NEOS halten die Einschränkungen für unverhältnismäßig. Einschränkungen der persönlichen Freiheit seien im demokratischen Rechtsstaat immer problematisch und nur im absoluten Ausnahmefall anzuwenden, erklärte Klubobfrau Bettina Emmerling in einer Aussendung. Die epidemiologische Lage erlaube es derzeit, weitestgehend auf einschränkende Maßnahmen zu verzichten, belegten aktuelle Daten über das Infektionsgeschehen und die Spitalsbelegung. Man sei mit Ludwigs Entscheidung nicht einverstanden, diese liege direkt in seiner Kompetenz.

FPÖ hält Beibehaltung der FFP2-Maskenpflicht für "wahnsinnig"

Die FPÖ konnte damit nicht unerwartet nicht mit und nannte Ludwig und Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) gar "wahnsinnig". Mit Maske werde die tägliche Fahrt in die Arbeit und zurück zum unfreiwilligen Saunagang in Berufsbekleidung, meinte Landesparteichef Dominik Nepp in einer Aussendung.

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(APA/Red)

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