Lockdown-Verlängerung: Handel fordert Zusatzhilfen

WKÖ-Ruf nach Aufstockung des Ausfallsbonus.
WKÖ-Ruf nach Aufstockung des Ausfallsbonus. ©APA
Von der Handelssparte in der Wirtschaftskammer (WKÖ) kam nach der Verkündung der Verlängerung des Lockdowns im Osten Österreichs der Ruf nach zusätzlichen Hilfen.
Lockdown bis 18. April verlängert
Skepsis zu weiterem Distance Learning

Wie von Corona-Gipfeln bekannt reagiert die FPÖ auf die Ergebnisse mit wenig Begeisterung. Der Schaden für die Wirtschaft werde mit der Verlängerung des Lockdowns in der Ostregion vergrößert, der Nutzen in der Pandemiebekämpfung dürfe bezweifelt werden, meinte FPÖ-Chef Norbert Hofer in einer Aussendung. Von der Handelssparte in der Wirtschaftskammer (WKÖ) kam der Ruf nach zusätzlichen Hilfen.

Forderung nach Aufstockung des Ausfallsbonus

"Nach Verlängerung des harten Lockdowns in Ostösterreich ist es wichtig, dass die Unterstützungsmaßnahmen für die betroffenen Handelsbetriebe weiter gesichert sind", richtete der Handelsobmann Rainer Trefelik einen Aufruf an die Politik. Eine sinnvolle Maßnahme sei eine Aufstockung des Ausfallsbonus. Zudem gelte es, rasch eine Lösung für die Deckelungsproblematik durch die von der EU vorgegebenen Grenzen für Wirtschaftshilfen zu finden. "Jeder einzelne Tag, an dem die Geschäfte geschlossen sind, macht die Lage schlimmer. Ich kann nur abermals betonen, dass viele Unternehmen ums Überleben kämpfen und damit zahlreiche Jobs zunehmend gefährdet sind", so Trefelik.

Auch NEOS wenig erfreut über Lockdown-Verlängerung

Wiens Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (Neos) zeigte sich wenig erfreut über die Verlängerung der Maßnahmen, betonte jedoch deren Notwendigkeit. "Wir befinden uns in Wien derzeit in einer akuten gesundheitlichen Krise. Die Zahl der Neuinfizierten ist weiterhin viel zu hoch und die deutlich infektiösere Virus-Variante hat auch vor den Schulen nicht Halt gemacht", hielt er in einer Stellungnahme fest. Man müsse nun alles tun, um die dritte Welle in Wien zu brechen: "Jeder Tag Distance Learning schmerzt uns sehr. Doch das Risiko, dass Menschen unnötig sterben, können wir nicht eingehen, daher übernimmt Wien Verantwortung."

WKÖ zufrieden mit Öffnungskommission

Einigermaßen zufrieden zeigte sich die WKÖ, das wegen der Ankündigung einer Öffnungskommission zur Vorbereitung von Lockerungsschritten. Dies ist für Präsident Harlad Mahrer eine "richtige und vernünftige Maßnahme". Jetzt gelte es, die Zeit bis Mai zu nutzen, um den nach wie vor vom Lockdown betroffenen Branchen Gastro und Hotellerie, im Kultur- und Veranstaltungsbereich, sowie dem Handel und den körpernahen Dienstleistern im Osten des Landes eine Perspektive zu geben.

(APA/Red)

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