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Oscars 2020: Alle Gewinner im Überblick

Bong Joon-ho mit den Goldstatuen links und rechts in der Hand
Bong Joon-ho mit den Goldstatuen links und rechts in der Hand ©Jordan Strauss - AP
Heute Nacht wurden in Los Angeles zum 92. Mal die Oscars verliehen. Wir berichteten seit 23.00 Uhr live von der Ankunft der Stars auf dem Red Carpet, der Verleihung und haben alle Oscar-Gewinner 2020 im Überblick.
Oscars: Die Gewinner
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Alle Gewinner im Überblick

Die Oscar-Verleihung 2020 fand heute Nacht in Los Angeles bereits zum 92. Mal statt. Die südkoreanische Gesellschaftssatire "Parasite" hat die 92. Oscar-Verleihung dominiert und Filmgeschichte geschrieben.

"Danke. Ich bin bereit, heute Abend bis zum nächsten Morgen zu trinken", sagte Regisseur Bong Joon Ho nach seinem spektakulären Oscar-Triumph.

"Parasite" holt Trophäe als bester Film

Zum Abschluss gab es bei der 92. Oscar-Gala doch noch einen Überraschungsknaller: Die südkoreanische Sozialsatire "Parasite" holte sich nach dem Auslandsoscar und den Preisen für Regisseur Bong Joon-ho sowie das Drehbuch auch die Königskategorie Bester Film. Damit wurde zum ersten Mal ein nicht-englischsprachiger Film in dieser Sparte gewürdigt.

So setzte "Parasite" sich mit insgesamt vier Preisen aus sechs Nominierungen auch an die Spitze des Gesamtfeldes. Der mit elf Nominierungen als Topfavorit in den Abend gegangene "Joker" von Todd Phillips musste sich mit den Auszeichnungen für den besten Hauptdarsteller (Joaquin Phoenix) und die beste Musik begnügen. Sogar völlig leer aus ging Martin Scorseses Mafiaepos "The Irishman".

Regie-Oscar für Bong Joon Ho

Für seine Sozialsatire "Parasite" ist Bong Joon Ho bei der 92. Oscar-Gala zum besten Regisseur gekürt worden. Für die von der Kritik gefeierte Tragikomödie war es die dritte Trophäe des Abends: Den Sieg trug die Produktion zuvor in den Sparten "Bester internationaler Film" und "beste Originaldrehbuch" davon und schrieb damit bereits Oscar-Geschichte. Für Südkorea ist es der erste Auslands-Oscar. Und Bong und Co-Drehbuchautor Han Jin Won sind die ersten Autoren aus Asien, die die Trophäe errungen haben.

Für Bong ist es der erste Regie-Oscar, zu seinen früheren Filmen zählen "Okja" und "Snowpiercer".

"Parasite" erzählt die Geschichte einer schicksalhaften Begegnung zweier koreanischer Familien - die eine reich, die anderen arm.

Auslands-Oscar für "Parasite"

Die südkoreanische Sozialsatire "Parasite" ist bei der 92. Oscar-Gala zum besten internationalen Film gekürt worden. Die launige Tragikomödie von Regisseur Bong Joon Ho wurde von Kritikern mit Lob überschüttet und galt als Favorit in der Kategorie. Es ist das erste Mal, dass Südkorea den sogenannten Auslands-Oscar erhält.

Am Sonntag gewann "Parasite" bereits den Preis für das beste Originaldrehbuch. Bong und Co-Drehbuchautor Han Jin Won schrieben damit schon Geschichte - sie sind die ersten Autoren aus Asien, die die Trophäe errungen haben.

Han Jin-won (L) und Bong Joon-ho backstage  -
Foto: APA/AFP/AMPAS/RICHARD HARBAUGH

Ansonsten war der Abend in Hollywood eher weniger von Überraschungen gekennzeichnet. 

Joaquin Phoenix als "Joker" bester Schauspieler

Das war ein Sieg mit Ansage: Joaquin Phoenix ist bei der 92. Oscar-Gala wie erwartet für seine herausragende Leistung in Todd Phillips Comic-Psychoporträt "Joker" mit der Trophäe für den besten Schauspieler geehrt worden. "Die Ausdrucksmöglichkeit hat mir das außergewöhnlichste Leben ermöglicht", zeigte sich der 45-Jährige überwältigt von der Auszeichnung für seine Schauspielerei.

Zugleich nutzte Phoenix seine Dankesrede für einen allgemeinen Aufruf: "Wir sprechen über den Kampf gegen die Ungerechtigkeit." Viele Menschen seien weit von der Natur entfernt: "Viele von uns glauben, wir sind das Zentrum des Universums." Dabei sei der Mensch am besten, wenn er kreativ sei, Dinge und Systeme entwickle und seinem Mitmensch helfe. Bei seinen früheren Nominierungen für "Gladiator", "Walk The Line" und "The Master" war er jeweils leer ausgegangen. Phoenix, bekannt für seine Grenzgänger auf der Leinwand, setzte sich mit greller Schminke und einem schrillen Lachen gegen die Co-Nominierten Leonardo DiCaprio, Adam Driver, Antonio Banderas und Jonathan Pryce durch. Einen weiteren Sieg konnte der engagierte Veganer bereits im Vorfeld verbuchen: Der österreichische Starkoch Wolfgang Puck sorgte nicht zuletzt wegen Phoenix für ein 70 Prozent veganes Oscar-Menü für die 1.500 Galagäste.

Renee Zellweger holt Preis als beste Schauspielerin

Judy Garland hat ihr Glück gebracht: US-Schauspielerin Renee Zellweger ist bei den 92. Oscars in Los Angeles als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet worden. Die Trophäe erhielt die 50-Jährige für ihre Leistung in dem Biopic "Judy" über die Hollywoodlegende. Es ist Zellwegers zweiter Oscar, nachdem sie für "Unterwegs nach Cold Mountain" 2004 beste Nebendarstellerin wurde.

"Es war bereits eine Ehre, in Eurer Gesellschaft nominiert zu sein", richtete sie ihren Kolleginnen Cynthia Erivo, Scarlett Johansson, Saoirse Ronan und Charlize Theron aus. Die Arbeit an "Judy" sei eine "unglaublich besondere und bedeutende Erfahrung in meinem Leben" gewesen. "Dieses vergangene Jahr mit Gesprächen über Judy Garland war eine tolle Erinnerung daran, dass uns unsere Heldinnen und Helden vereinen. Wenn wir zu ihnen aufschauen, dann sind wir uns einig." Dabei sei es egal, ob es große Regisseure wie Martin Scorsese oder Feuerwehrmänner seien - all diese Persönlichkeiten würden die Menschheit zusammenführen.

Nebenrollen-Oscars für Pitt und Dern

Die 92. Oscar-Verleihung in Los Angeles ist mit einer Menge Premieren gestartet. Brad Pitt holte zum Auftakt für seine Darbietung im Krimi-Drama "Once Upon a Time in Hollywood" eine Trophäe für die beste männliche Nebenrolle. In dem Blockbuster von Quentin Tarantino mimt der 56-Jährige das Stuntman-Double eines in die Jahre gekommenen Western-Schauspielers, der von Leonardo di Caprio verkörpert wird.

Für Pitt ist es der erste Oscar für eine schauspielerische Leistung überhaupt. 2014 teilte er den Triumph des Historiendramas "12 Years a Slave" in der Königskategorie "Bester Film", bei dem er unter anderem als Produzent mitwirkte, mit den anderen Beteiligten. Dass es bei Pitt diesmal mit einer Trophäe in einer Darstellersparte klappen würde, war gemein erwartet worden. Schließlich hatte er für seine Rolle in "Once Upon a Time in Hollywood" schon bei den Golden Globes und der Preisverleihung der Schauspielergewerkschaft (SAG Awards) abgeräumt.

Seine Dankesrede begann Pitt mit politischen Querverweisen. "Sie sagten mir, ich hätte 45 Sekunden Zeit zum Reden, was 45 Sekunden länger ist, als der Senat diese Woche John Bolton gegeben hat", sagte er in Anspielung auf das Impeachment-Verfahren gegen Präsident Donald Trump, zu dem der von dessen Republikanern dominierte Senat keine Zeugen zugelassen hatte. Bolton war Sicherheitsberater im Weißen Haus und belastete Trump in der Ukraine-Affäre jüngst massiv. "Ich denke, dass Quentin vielleicht einen Film darüber macht", ergänzte Pitt mit Blick auf das gescheiterte Amtsenthebungsverfahren gegen Trump.

Seine Trophäe gebe ihm auch Anlass, über seinen märchenhaften Aufstieg in der Filmindustrie nachzudenken, sagte Pitt. Seine Karriere habe damals mit seinem Umzug von Missouri nach Los Angeles ihren Anfang genommen. "Es war einmal in Hollywood", sagte Pitt mit Blick auf den Filmtitel. "Wenn das mal nicht wahr ist."

Der Oscar für die beste weibliche Nebenrolle ging an Laura Dern. Die Trophäe bekam die 53-Jährige für die Darbietung einer beinharten Scheidungsanwältin in der Netflix-Produktion "Marriage Story". Für Dern ist es der erste Oscar überhaupt. In den Galaabend war sie als Favoritin gegangen, zumal sie schon bei den Golden Globes und den SAG Awards abgeräumt hatte.

Von ihrem ersten Oscar zeigte sich Dern dennoch überwältigt. "Einige sagen, lerne nie deine Helden kennen. Ich sage, wenn man wirklich gesegnet ist, bekommt man sie als Eltern", sagte Dern in ihrer Dankesrede über ihren Vater und ihre Mutter - ebenfalls bekannte Schauspieler. Den Preis widme sie ihren "schauspielernden Legenden, meinen Helden, Diane Ladd und Bruce Dern", fügte Dern hinzu. "Ihr habt es drauf. Ich liebe euch."

"Marriage Story" zeichnet das bittere Ehe-Aus eines Showbiz-Paares nach, das von Scarlett Johansson und Adam Driver gespielt wird. Die von Dern verkörperte Scheidungsanwältin hilft ihrer Mandantin, ihren Verflossenen im Streit um das Sorgerecht für das gemeinsame Kind vor Gericht geschickt auszumanövrieren.

Alle Nominierungen finden Sie hier.

Alle weiteren Oscar-Vergaben in unserem Live-Ticker.

Oscars 2020: LIVE vom Roten Teppich und der Verleihung

Seit 23.00 Uhr finden Sie in unserem Live-Ticker alles zu den Oscars 2020. Von der Ankunft der Stars auf dem Roten Teppich, bis zur Verleihung und alle Gewinner. In unserem Themenspiel "Oscars 2020" finden Sie auch alle Bilder und Videos von den Academy Awards.

(APA)

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