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Kurz wirbt bei Salzburg-Besuch für Corona-Impfung

Bundeskanzler Kurz: Mehr als eine Million Impfdosen derzeit im Land
Bundeskanzler Kurz: Mehr als eine Million Impfdosen derzeit im Land ©APA/HELMUT FOHRINGER
Bundeskanzler Sebastian Kurz hat am Donnerstag im Rahmen seiner Sommertour zwei Betriebe in Salzburg besucht und sich den Fragen von Journalisten bei einem Mittagessen im Schlosswirt Anif gestellt.

Kurz appellierte angesichts der steigenden Corona-Neuinfektionen an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen. "Die Zahlen werden definitiv steigen. Wer sich nicht impfen lässt, wird sich irgendwann einmal anstecken."

Erneuter Appell an junge Menschen, sich impfen zu lassen

Im EU-Vergleich stehe Österreich gut da. Über fünf Millionen Menschen seien zumindest einmal geimpft. Österreich liege im besten Drittel oder Viertel innerhalb der EU, was den Impffortschritt betrifft, und gehöre zu den Ländern mit den allermeisten Tests. Er sei jedenfalls froh, dass auch wieder Kultur- und Sportveranstaltungen und Tourismus stattfinden können. "Das ist gut so." Weil aber die Impfbereitschaft bei der jüngeren Bevölkerung niedriger sei als bei der älteren, appellierte Kurz vor allem an junge Menschen, sich impfen zu lassen. Derzeit seien mehr als eine Million Impfdosen im Land physisch verfügbar, gab der Bundeskanzler zu bedenken. Impfen sei ihm lieber als ein Lockdown.

Weg der Steuerentlastung voll fortgesetzt werden

Kurz skizzierte auch einen Überblick, welchen anderen Themen sich die Politik nun widmen werde. Er möchte den Weg der Steuerentlastung fortsetzen, die Sommerschule für derzeit 40.000 Schülerinnen und Schüler weiter ausbauen, um Defizite zu beheben und Talente zu fördern. Die Anzahl der Arbeitslosen sei in Österreich zwar wieder gesunken, die Arbeitslosenquote liege bei fünf Prozent, aber angesichts der vielen offenen Stellen im Westen Österreichs "müssen wir Druck machen, dass Jobs angenommen werden", auch finanziell. "Vermittlung vor Umschulung" müsse die Devise im Tourismus lauten, sagte Kurz.

Weiters werde die Ökologisierung, der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und die Digitalisierung forciert, für den Breitbandausbau werde über vier Milliarden Euro in die Hand genommen. Jeder Schüler soll zudem in den nächsten Jahren mit einem digitalen Endgerät ausgestattet sein. Österreich werde auch weiterhin gegen illegale Migration ankämpfen, an der eigenen Grenze und im Zusammenspiel mit den Westbalkanstaaten.

Der Bundeskanzler besuchte am Donnerstagnachmittag im Rahmen seiner Sommertour in Salzburg gemeinsam mit Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) die Hofmetzgerei Fuchs in St. Leonhard bei Grödig und anschließend die Zentrale der Salzburg AG. Themen des Besuchs waren Smart Solutions, die Digitalisierung und die Aufrechterhaltung der digitalen und elektronischen Infrastruktur im Krisenfall.

(APA/Red)

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