"Krumbach glänzt ohne Chemie"

Vielfache Vorteile erkennt Landestatthalter Dieter Egger im Projekt "Krumbach glänzt ohne Chemie". "Damit können wesentliche Ziele des Gewässerschutzes und der Abfallwirtschaft erreicht werden", so Egger.

Egger nennt dabei Abfall vermeiden, die Gewässer schützen und Energie sparen.

Kindergarten, Schule, Gemeindeamt, Gemeindesaal und andere Einrichtungen werden in Krumbach schon seit längerem mit Fasertüchern gereinigt. Chemische Reinigungsmittel werden dort kaum mehr gebraucht. Nun will die Gemeinde ihre guten Erfahrungen an die Bürgerinnen und Bürger weitergeben und sie zur Nachahmung motivieren. Für LSth. Egger ist dieser erstmalige Versuch, eine ganze Gemeinde auf chemiearme Reinigungstechniken umzustellen, ein “sehr ambitioniertes Unterfangen”. Die Kleingemeinde Krumbach mit ihren rund 250 Haushalten biete sich für ein solches Pilotprojekt besonders an.

Jeder Haushalt erhält ein kostenloses Reinigungsset. Die Produkte im Gesamtwert von 70.000 Euro werden von der Firma Enjo zur Verfügung gestellt. Das Projekt wird vom Landeswasserbauamt fachlich begleitet. Anfang 2005 will man Bilanz ziehen.

Hat das Projekt Erfolg, können die Folgewirkungen durchaus beträchtlich sein, ist Egger überzeugt. Tenside aus Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln aber auch Shampoos und Duschgels werden in modernen Kläranlagen auf biologische Weise weitgehend – aber eben nicht vollständig – abgebaut. Eine Restbelastung für die Umwelt bleibt. In Gegenden ohne Kläranlage ist jede Verminderung des Putz- und Reinigungsmitteleinsatzes eine unmittelbare Gewässerentlastung.

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