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Kroatien-Rückkehrer: Vermehrte Grenzkontrollen in Kärnten und Tirol

Rund 500 Polizisten mehr im Einsatz, auch 800 Soldaten werden an Kontrollen beteiligt.
Rund 500 Polizisten mehr im Einsatz, auch 800 Soldaten werden an Kontrollen beteiligt. ©APA/ERWIN SCHERIAU
Neben den verschärften Einreisebestimmungen für die Balearen kündigte die Regierungsspitze am Dienstag auch vermehrte Kontrollen an den österreichischen Grenzen - vor allem in Tirol und Kärnten - an.
Großer Andrang auf Testcenter in Wien

Es sollen rund 500 Polizisten mehr zum Einsatz kommen, auch rund 800 Soldaten werden bei den Kontrollen eingesetzt werden, sagte Kurz.

Bei Grenzkontrollen werde die ressortübergreifende Zusammenarbeit nun noch weiter ausgedehnt, sagte auch Gesundheitsminister Rudolf Anschober, der noch einmal an die Vernunft der Urlauber appellierte: "Ja, freuen wir uns über diesen Urlaub. Aber bleiben wir dabei wirklich verantwortlich." Jeder einzelne müsse die Verantwortung "für uns alle übernehmen". Denn auch junge Menschen könnten erkranken und v.a. Überträger sein, betonte er. "Der Ballermann ist einfach der beste Freund des Coronavirus."

Coronavirus: Verweis auf Gratis-Testangebote für Kroatien-Rückkehrer

Anschober verwies auf die eingerichteten Gratis-Testangebote auf das Coronavirus für Reiserückkehrer. Derzeit werden diese für Einreisende aus Kroatien angeboten, für die bereits die verschärften Bestimmungen gelten. Die Teststationen würden "enorm" in Anspruch genommen, sagte der Minister. Vermittelt werde dies über die Hotline 1450. Mittlerweile seien deutlich über 7.000 Personen für die Gratistestungen angemeldet, sagte er. Viele davon seien asymptomatisch. "In diesem Fall geht es (die Testung, Anm.) auch ohne Symptome, weil wir da Sicherheit geben wollen." Diese Maßnahme für Kroatien-Rückkehrer gelte noch bis Freitag dieser Woche. Eine ähnliche Möglichkeit sei für Balearen-Rückkehrer geplant, Details werde man am Mittwoch bekannt geben, so Anschober.

Verstärkte Grenzkontrollen in Tirol und Kärnten

Innenminister Karl Nehammer appellierte an die Eigenverantwortung der Österreicher und rief dazu auf, den Urlaub im eigenen Land zu verbringen. Gleichzeitig verwies er auf die geplante Verstärkung der Grenzkontrollen, diese würden vor allem in Kärnten und Tirol durchgeführt. Es gehe auch darum, Umgehungsmöglichkeiten für Westbalkan-Rückkehrer zu verhindern, die etwa über Slowenien einreisen.

Die Polizei und die Gesundheitsbehörden würden die Kontrollen gemeinsam vornehmen, sagte der Innenminister. "Das gilt es jetzt noch weiter auszudehnen." Derzeit würden sich mehr als 20.000 Menschen in Quarantäne befinden, auch hier stehe die Polizei bereit, diese Maßnahmen zu überwachen. Nehammer erinnerte auch daran, dass bei Nicht-Einhalten empfindliche Geldstrafen drohen.

(APA/Red)

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