Konzert der Musikfreunde Bregenz

Das musikalische Ereignis des Abends war der Auftritt der erst 14-jährige Violinistin Natalia Ladstätter, die seit dem fünften Lebensjahr Geigenunterricht erhielt.

Musikfreunde Bregenz als Talente-Präsentationsforum
Utl.: Sensationelle junge Bregenzer Geigerin Natalia Ladstätter
(von Werner Kaplaner/APA) =

Die 1907 gegründete Gesellschaft der Musikfreunde Bregenz geht auf die 100 zu, versteht es jedoch in den vergangenen Jahren sehr gut, für musikalische Talenten ein Präsentierforum zu bieten. So auch am Samstagabend beim traditionellen von der Landeshauptstadt im Bregenzer Kornmarkttheater organisierten Frühjahrsorchesterkonzert. Als Solistin überzeugte die blutjunge Bregenzer Geigerin Natalia Ladstätter die Besucher und Orchestermusiker mit brillantem Spiel.

Unter der umsichtigen Stabführung von Hansjörg Gruber, dem Direktor des Landeskonservatoriums Feldkirch, wärmte sich das mit jungen Kräften aufgefrischte Vereinsorchester zunächst mit einer Ouvertüre von Luigi Cherubini auf. In der abschließenden 5. Sinfonie von Peter Iljitsch Tschaikowsky blühte der Klangkörper hörbar auf, insbesondere das Horn und andere Bläserregister boten erstaunlich solide Leistungen für ein gehobenes Laienorchester – in dem u.a. der Bregenzer Vizebürgermeister und Kulturreferent Albert Skala als Cellist mitwirkt.

Das musikalische Ereignis des Abends war jedoch der Auftritt der erst 14-jährige Violinistin Natalia Ladstätter, die seit dem fünften Lebensjahr Geigenunterricht erhielt. Offenbar mit nachhaltigem Erfolg, denn die junge Dame bot als Solistin im 2. Violinkonzert d-Moll op. 22 von Henryk Wieniawski ((1835-1880) eine virtuose und reife Leistung. Ladstätter hat technische Probleme offensichtlich schon hinter sich und kann sich jenseits reiner Fingerfertigkeit voll auf Musik und Ausdruck konzentrieren. Mit frappanter Souveränität und sicheren Doppelgriffen präsentierte die junge Geigerin, die mehrfache Preisträgerin beim Bundeswettbewerbs Prima la Musica war, weit mehr als eine gehobene Talentprobe: Ladstätter hat offenbar das Zeug zur großen Geigerin. Auswärtige öffentliche Auftritte u.a. in Zagreb und Wien waren bereits erste Karriere-Schritte.

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