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Klagender Wirt soll im Maurer-Prozess gelogen haben: Ermittlungen möglich

Der Lokalbesitzer soll im Maurer-Prozess im Zeugenstand unter Wahrheitspflicht gelogen haben.
Der Lokalbesitzer soll im Maurer-Prozess im Zeugenstand unter Wahrheitspflicht gelogen haben. ©APA
Der Richter im Maurer-Prozess ist davon überzeugt, dass der Lokalbesitzer gelogen hat. Falls es zur Anklage wegen falscher Zeugenaussagen kommen sollte, drohen dem Wirt bis zu drei Jahre Haft.
Maurers Reaktion auf Schuldspruch
Schuldig wegen übler Nachrede
Mehr rechtlicher Schutz für Frauen gefordert

Auf den Besitzer des Craft Beer-Geschäftes, der Sigrid Maurer geklagt hatte, könnte ein Verfahren wegen falscher Zeugenaussage zukommen. Richter Stefan Apostol, der das Verfahren geleitet hat, wird der Staatsanwaltschaft zur Kenntnis bringen, dass er überzeugt ist, dass der Lokalbesitzer im Zeugenstand unter Wahrheitspflicht gelogen hat.

Ermittlung gegen Wirt wegen Falschaussage möglich

Ob ein Verfahren wegen Falschaussage gegen den 40-Jährigen eingeleitet wird, entscheidet die Staatsanwaltschaft. Dazu werden vom Richter die Verhandlungsprotokolle mit dem Urteil an die Anklagebehörde weitergeleitet. Falls es zur Anklage wegen falscher Zeugenaussagen kommen sollte, drohen dem Mann bis zu drei Jahre Haft.

Apostol hatte in seiner Urteilsbegründung deutlich gemacht, dass er dem klagenden Geschäftsmann so gut wie nichts glauben würde. Mehrmals hatte der Richter in dem Verfahren dem 40-Jährigen erklärt, dass er als Zeuge unter Wahrheitspflicht stehe.

Maurer will Urteil wegen übler Nachrede bekämpfen

Am Donnerstag hatte der Anwalt des Bierlokal-Besitzers, Adrian Hollaender, volle Berufung angemeldet. Auch die Anwältin Maurers, Maria Windhager, wird das Urteil wegen übler Nachrede bekämpfen. Maurer müsste laut erstinstanzlichem Urteil 3.000 Euro an den Staat zahlen. Weitere 4.000 Euro wären für die “erlittene Unbill” an den Kläger zu berappen.

Maurer hatte im Mai veröffentlicht, dass sie vom Besitzer des Craft Beer-Geschäftes über den Facebook-Nachrichtendienst Messenger obszöne Nachrichten bekommen habe. “Gestern hat er mich da blöd angeredet und mir diese Nachrichten geschickt”, berichtete Maurer und veröffentlichte einen Screenshot der Botschaft mit sexuell anzüglichen Inhalten. Der Geschäftsbesitzer wurde daraufhin von Usern mit Beschimpfungen überschwemmt, sein Lokal erhielt im Netz schlechte Bewertungen und der Mann wurde mehrfach bedroht. Der 40-Jährige bestritt, der Verfasser zu sein, und klagte Maurer.

(APA/Red)

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