Kings of Hollywood - Kritik und Trailer zum Film

Hollywood in den 70er-Jahren: Der erfolglose Produzent Max Barber (Robert De Niro) plant einen Versicherungsbetrug, um nach einem gefloppten Film seine Schulden bei dem Mafiaboss Reggie Fontaine (Morgan Freeman) zu begleichen. Damit Max die hohe Versicherungssumme kassieren kann, muss der Hauptdarsteller seines nächsten Films beim Dreh sterben. Max engagiert den abgehalfterten, lebensmüden Duke Montana (Tommy Lee Jones).

Für Morgan Freeman und Tommy Lee Jones stand der Durchbruch in Hollywood noch aus, als Robert De Niro in "Der Pate 2" in den Kinos zu sehen war. Freeman, damals Mitte 30, hatte gerade eine Nebenrolle in "Blade - Der Kontrabulle" gespielt. Der jüngere Jones verdingte sich am Theater und mit kleinen Rollen im Fernsehen. Es war das Jahr 1974, in dem auch "Kings Of Hollywood" spielt. Für die neue Komödie standen die drei Altstars nun gemeinsam vor der Kamera. Ab Freitag im Kino.

Kings of Hollywood - Kurzinhalt zum Film

De Niro spielt Max Barber, einen kauzigen und vor allem geizigen Filmproduzenten, dessen beste Zeiten in Hollywood lange vorbei sind. Mit seinem Neffen Walter (Zach Braff) produziert der Kinoliebhaber Low-Budget-Filme. Sein neuestes Werk hat sich Barber - ohne Walters Wissen - von der Mafia finanzieren lassen. Dummerweise ruft die katholische Kirche zum Boykott des anrüchigen Werks auf. Der Film wird ein Totalflop, und Max steckt in der Bredouille.

Bald taucht Mafiaboss - und Westernfan - Reggie Fontaine (Morgan Freeman) mit seinen Schergen auf, um die Schulden einzutreiben. Um die Summe zu beschaffen, ist Max kurz davor, sein wertvollstes noch unverfilmtes Drehbuch, das ihm eines Tages einen Oscar einbringen soll, an einen jüngeren Konkurrenten zu verkaufen. Doch durch einen makabren Zufall kommt ihm eine andere Idee.

Max dreht einen Film mit dem abgehalfterten, lebensmüden Westernstar Duke Montana (Tommy Lee Jones), den er aus einem Altenheim holt. Er plant, ihn während der Dreharbeiten bei einem vermeintlichen Unfall umzubringen, um die hohe Versicherungssumme zu kassieren. Doch die Arbeit vor der Kamera weckt die Lebensgeister des alten Cowboys Montana, und er übersteht selbst die gefährlichsten Stunts.

Kings of Hollywood - Die Kritik

Der Originaltitel der US-Komödie lautet "The Comeback Trail". Sie ist ein Remake des gleichnamigen Films von 1982. Bis auf Duke Montana haben die Charaktere allerdings andere Namen. Regisseur und Autor dieser hochkarätig besetzten Neuauflage ist George Gallo, der sich mit Drehbüchern für "Midnight Run" und "Bad Boys" einen Namen machte, als Regisseur aber überwiegend maue Komödien wie "Schneesturm im Paradies" oder "Lauschangriff" in seiner Vita hat.

Auch mit "Kings of Hollywood" ist Gallo nicht der ganz große Wurf gelungen. Seiner nostalgischen Komödie fehlt es etwas an Schwung. Die Gags sind vorhersehbar und wiederholen sich wie in einem Cartoon von "Road Runner und Wile E. Coyote". Von einer Hollywoodsatire, wie sie bei der Oscar-Verleihung traditionell zu den Favoriten zählt, ist der Film weit entfernt. Trotzdem hat "Kings of Hollywood" seinen Charme, weil er auf angenehme Art altmodisch ist.

Die hochkarätige Besetzung lässt über einige Längen hinwegsehen. Alle Beteiligten hatten sichtbar Spaß vor der Kamera. De Niro, der mit Brille, Schnurrbart und langen grauen Haaren kaum wiederzuerkennen ist, spielt als kauziger, nervöser Loser Max groß auf. Mit dem lässigen Freeman tauscht er Filmzitate aus alten Western aus, selbst als Mafioso Reggie dem Produzenten mit dem Tod droht. Neben den alten Hasen De Niro, Freeman und Jones ist auch "Scrubs"-Star Zach Braff amüsant. So ist "Kings of Hollywood" trotz einiger Makel noch recht kurzweilig.

Mitten im Abspann des Films versteckt sich übrigens noch ein netter Gag - der Trailer für Max Barbers gescheiterten Low-Budget-Film, den die katholische Kirche boykottierte. So viel sei verraten: es geht um Nonnen, Maschinengewehre und nackte Haut.

Alle Spielzeiten auf einen Blick

(APA/Red)

  • VIENNA.AT
  • Kinostarts
  • Kings of Hollywood - Kritik und Trailer zum Film
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen