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Kinder in 50 Ländern erlebten Gewalt während der Pandemie

Eine Erhebung von World Vision in 50 Ländern zeigt eine hohe Gewalterfahrung von Kindern während der Pandemie auf
Eine Erhebung von World Vision in 50 Ländern zeigt eine hohe Gewalterfahrung von Kindern während der Pandemie auf ©Pixabay (Sujet)
World Vision hat Kinder und Jugendliche in 50 Ländern nach ihren Gewalterfahrungen während der Covid-19-Pandemie befragt - mit erschreckendem Ergebnis.
Lebensqualität armer Familien verschlechtert
Häusliche Gewalt: Maßnahmen greifen

Im Vorfeld des Welttags der Kinderrechte am 20. November hat World Vision Kinder und Jugendliche in 50 Ländern nach ihren Gewalterfahrungen während der Covid-19-Pandemie befragt. Das erschreckende Ergebnis: 81 Prozent der Befragten berichten, selbst Opfer von Gewalt geworden zu sein, oder dies bei anderen gesehen zu haben. Das berichtete die internationale Hilfsorganisation am Mittwoch.

Schwieriges Jahr für Kinder in armen Ländern

"Dieses Jahr war für Kinder in armen Ländern besonders schwierig. Das Coronavirus hat den Druck und die Bedrohungen für Kinder weltweit erhöht, insbesondere dort, wo sie bereits in Unsicherheit leben", sagte Dana Buzducea, Kinderrechtsexpertin der NGO. "Die Welt braucht nicht nur dringend Impfungen gegen das Virus, sondern auch ein Konzept gegen eine Epidemie von Gewalt an Kindern."

Das Ergebnis der World Vision-Befragung von 763 jungen Menschen

World Vision hat qualitative Interviews mit 763 Kindern und Jugendlichen in 50 Ländern geführt. Die Umfrage ergab auch, dass die Pandemie über 80 Prozent der Kinder in irgendeiner Form am Zugang zu Bildung gehindert hat. Die befragten jungen Menschen sehen vor allem die Regierungen in der Pflicht, ihnen besseren Zugang zu Bildung und zugleich besseren Schutz vor Gewalt zu gewährleisten.

Bisher hat World Vision nach eigenen Angaben im Rahmen ihres weltweiten Einsatzes gegen die Coronavirus-Pandemie rund 24 Millionen Kinder mit Bildungsmaßnahmen, Lebensmittelversorgung und Kinderschutzinitiativen unterstützt. Kinder und Jugendliche werden unter anderem über ihre Rechte zur sexuellen Selbstbestimmung aufgeklärt. Von Gewalt Betroffene können sich unter anderem über helplines an Vertrauenspersonen wenden.

(APA/Red)

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