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Kaufkraftschwächster Bezirk in Österreich ist Rudolfsheim-Fünfhaus in Wien

Der 15. Bezirk in Wien ist Österreichs kaufschwächster Bezirk.
Der 15. Bezirk in Wien ist Österreichs kaufschwächster Bezirk. ©pixabay.com (Themenbild)
Der Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus in Wien ist der kaufkraftschwächste Bezirk in ganz Österreich. Der Bezirk mit der höchsten Kaufkraft ist die Wiener Innenstadt.

In Österreich verschiebt sich auf regionaler Ebene langfristig das Wohlstandsniveau. “Während vor Jahren noch vor allem der Norden (Waldviertel), das Südburgenland und die Südsteiermark die kaufkraft-schwächsten Regionen waren, sind es nun Osttirol, einige Kärntner Bezirke und die ‘Zuwandererbezirke’ in Wien”, schreibt das Marktforschungsinstitut Regiodata in einem aktuellen Bericht.

2018 verfügte ein durchschnittlicher Bewohner des 15. Wiener Gemeindebezirks (Rudolfsheim-Fünfhaus) über eine Kaufkraft von 17.811 Euro pro Jahr, gefolgt vom 20. Wiener Gemeindebezirk Brigittenau (18.352 Euro) und vom 10. Wiener Gemeindebezirk Favoriten (18.646 Euro). Ebenfalls eine niedrige Kaufkraft laut Regiodata hat Hermagor (Kärnten) mit 19.036 Euro und Lienz (Osttirol) mit 19.144 Euro.

Größten Unterschiede in der Kaufkraft bestehen in Wien

In Wien bestehen österreichweit die größten Unterschiede in der Kaufkraft. Die “ärmsten” Bezirke seien nur wenige Kilometer von den “reichsten” Bezirken entfernt, geht aus der Regiodata-Erhebung hervor. Ein durchschnittlicher Bewohner des 15. Bezirks verfüge nur über die Hälfte des Geldes eines Bewohners des 1. Bezirks.

Bei den fünf kaufkräftigsten Bezirken in Österreich gab es 2018 keine Veränderung zum Jahr davor. Ein durchschnittlicher Bewohner des 1. Wiener Gemeindebezirks (Innere Stadt) hat mit 40.872 Euro die höchste Kaufkraft, gefolgt vom 13. Wiener Bezirk (Hietzing) mit 30.081 Euro und Mödling in Niederösterreich (29.011 Euro). Ebenfalls eine hohe Kaufkraft hat der 19. Wiener Bezirk (Döbling) mit 28.243 Euro pro Bewohner und Eisenstadt (Stadt) mit 27.277 Euro.

Marktforscher erwarten auch für 2019 eine ähnlich hohe Steigerung

Laut Regiodata verfügte 2018 ein durchschnittlicher Österreicher über eine Kaufkraft von 22.663 Euro pro Jahr und damit um nominell 70 Euro pro Monat mehr als im Jahr zuvor. Ein stabiles Wirtschaftswachstum, steigende Exporte, sinkende Arbeitslosenquote, ein gut laufender Tourismus und vergleichsweise hohe Lohnabschlüsse hätten positive Auswirkungen auf das verfügbare Einkommen der Privathaushalte gehabt. Die Marktforscher erwarten auch für 2019 eine ähnlich hohe Steigerung.

Die Kaufkraftdaten von Regiodata beziehen sich nach eigenen Angaben auf alle verfügbaren Einkommen (Unselbstständige, Selbstständige, Kapitalvermögen, Vermietung, etc.) sowie Transfereinkommen (Pensionen, Familienbeihilfen, Arbeitslosengeld, etc.) und wurden um Abgaben (Steuern und Pflichtbeiträge zur Sozial-, Arbeitslosen- und Pensionsversicherung) reduziert.

(APA/Red)

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