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Jobsuchende sollen bei Umzug und Pendeln flexibler sein

Über die AMS-Zumutbarkeitsbestimmungen für Arbeitslose soll erneut diskutiert werden.
Über die AMS-Zumutbarkeitsbestimmungen für Arbeitslose soll erneut diskutiert werden. ©APA/DPA/JULIAN STRATENSCHULTE
Trotz hoher Arbeitslosenzahlen sind derzeit viele Firmen auf der Suche nach Mitarbeitern. Die Arbeitslosen würden oftmals aber nicht dort wohnen, wo Jobs angeboten werden.

Die Wirtschaftskammer (WKÖ) drängt angesichts der coronabedingten Arbeitsmarktkrise und des regionalen Fachkräftemangels auf mehr Mobilität der Arbeitskräfte sowie auf mehr Qualifizierung. Weitere Stellschrauben,eine Verfestigung der Arbeitslosigkeit zu verhindern, sei ein degressives Arbeitslosengeld und eine Senkung der Lohnnebenkosten, sagte WKÖ-Präsident Harald Mahrer am Mittwoch in Wien.

"Da geht mehr beim Pendeln": Maßnahmenpaket für Beschäftigung

Mahrer und WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf präsentieren gemeinsam bei einer Pressekonferenz ein Maßnahmenpaket für mehr Beschäftigung. "Die Covid-19-Krise ist eine Zäsur für den österreichischen Arbeitsmarkt", sagte der WKÖ-Chef. Trotz hoher Arbeitslosenzahlen würden aber "zahllose Firmen" Arbeitskräfte suchen. Die Arbeitslosen würden oftmals aber nicht dort wohnen, wo Jobs angeboten werden.

Der WKÖ-Präsident will erneut über die AMS-Zumutbarkeitsbestimmungen für Arbeitslose - etwa bei der Wegzeit - diskutieren. "Da geht mehr beim Pendeln und beim Übersiedeln." Zielführend seien aber nicht "der großartige Zwang", sondern Anreize. In Ostösterreich müsse außerdem stark in die Qualifizierung investiert werden.

Arbeitszeitverkürzung wird abgelehnt

Die Coronakrise wird nach Einschätzung von WKÖ-Generalsekretär Kopf genauso wie die Wirtschaftskrise 2008/09 "einen Schub in Richtung digitaler Transformation" bringen. Zielführend sei eine "möglichst arbeitsnahe Höherqualifizierung und Umqualifizierung".

Kategorische Ablehnung der Wirtschaftskammervertreter gibt es für die langjährige Gewerkschaftsforderung nach Arbeitszeitverkürzung. "Das Ziel muss sein den Kuchen größer zu machen und nicht das Gegenteil zu tun", sagte Mahrer.

Am kommenden Dienstag, 15. September, treffen sich die Sozialpartner und die Regierung zu einem Arbeitsmarktgipfel. Eingeladen haben die Arbeiterkammer und die Gewerkschaft. WKÖ-Chef Mahrer will bei dem Treffen "fair, offen und tabulos diskutieren".

AMS für mehr überregionale Vermittlung von Arbeitslosen

Die Wirtschaftskammer legt in ihrem Maßnahmenpaket den Fokus auf eine Erhöhung der Mobilität und Flexibilität der Arbeitskräfte sowie auf eine Hebung der Arbeitsmarkt-Potenziale. Die WKÖ-Vertreter fordern unter anderem eine Erleichterung bei der Bildungsteilzeit, um sie für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) interessanter zu machen, auch im Anschluss an die Kurzarbeit. Außerdem müssten bei der von der Regierung geplanten Corona-Arbeitsstiftung Outplacement- und Implacementstiftungen kombiniert werden, um einen hohen Praxisbezug zu erreichen.

Vom AMS wünscht sich die Wirtschaftskammer eine Forcierung der überregionalen Vermittlung von Arbeitslosen. Beschäftigungsanreize wollen die Wirtschaftskammervertreter mit einer degressiven Staffelung des Arbeitslosengeldes (wenn die Konjunktur anspringt) und einer zeitlichen Begrenzung der geringfügigen Beschäftigung bei Arbeitslosen erreichen.

WKÖ-Chef mit Entwicklung bei Kurzarbeit zufrieden

WKÖ-Generalsekretär Kopf zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung der Kurzarbeit. Die Wirtschaftskammer hat im Auftrag vom AMS im August eine Umfrage über die Bewertung der Verlängerung der Kurzarbeit ab Oktober durch die Betriebe durchgeführt. Befragt wurden 10.750 Unternehmen. 60 Prozent, von jenen Betrieben, die derzeit noch in Kurzarbeit sind, wollen die Kurzarbeit auch nach September in Anspruch nehmen. 49 Prozent der Betriebe, die eine Verlängerung planen, wollen bis mindestens März 2021 verlängern, weitere 25 Prozent darüber hinaus. "Das verdeutlicht die nach wie vor hohe Bedeutung der Kurzarbeit für den Arbeitsmarkt und die Sicherung von Beschäftigung", kommentierte Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) die aktuelle WKÖ-Umfrage.

(APA/Red)

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