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Jobsuche in Corona-Zeiten: Regalschlichter und Pflegekräfte gefragt

Bei den Stellenanzeigen, die momentan ausgeschickt werden, sind deutliche Veränderungen spürbar
Bei den Stellenanzeigen, die momentan ausgeschickt werden, sind deutliche Veränderungen spürbar ©Pixabay (Sujet)
Die Coronavirus-Pandemie bzw. die behördlich verfügten Maßnahmen zu ihrer Eindämmung haben einen drastischen Anstieg der Arbeitslosigkeit ausgelöst. Es gibt aber auch Bewerber, die nun verstärkt gesucht werden.
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Die Branchen, die nun verstärkt Arbeitskräfte suchen, sind vor allem Pflegekräfte, Ärzte und Angestellte im Lebensmittelhandel, wie laut Jobportal StepStone aus den Stellenausschreibungen in den Print- und Online-Medien im März hervorgeht.

Medizinische und soziale Berufe stärker gefragt als IT-Kräfte

Verglichen mit dem Vorjahresmonat liefen Mitarbeiter der Berufsgruppe Gesundheit, Medizin und Soziales heuer im März sogar den am Arbeitsmarkt so begehrten IT-Fachkräften den Rang ab. In dem Monat seien 2020 um 17 Prozent Stellen mehr ausgeschrieben gewesen als noch ein Jahr davor, teilte die Online-Jobbörse unter Verweis auf die aktuelle Auswertung am Donnerstag mit.

Im IT-Bereich hingegen seien die Stellenausschreibungen um 27 Prozent gesunken. Insgesamt wurden im März zur Behandlung der Corona-Infektionen um 22 Prozent mehr Jobanzeigen für Allgemeinärzte, Lungenfachärzte und Ärzte der inneren Medizin veröffentlicht.

Krankenhäuser und Pflegebereiche suchen dringend Mitarbeiter

Auch für Pflege- und Arzthelferberufe wurden um 13 Prozent mehr Stellen inseriert, um die Kapazitäten in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ausweiten zu können. Besonders intensiv war die Nachfrage nach Altenpflegern - die Zahl der ausgeschriebenen Stellen hat sich im März im Vergleich zum Vorjahresmonat fast verdoppelt.

In der Berufsgruppe Wissenschaft, Aus- und Weiterbildung wurden verstärkt Nachhilfelehrer gesucht, die Eltern während des Homeschoolings unterstützen sollten.

Online-Bestellungen boomen - Unterstützung dringend gesucht

Da im Zuge des nationalen Lockdown aufgrund der Corona-Krise Online-Bestellungen boomten wurden zudem doppelt so viele Lagerarbeiter und Packaushilfen zur Unterstützung im Logistikbereich gesucht wie im März 2019.

Die Einbrüche am Arbeitsmarkt erfolgten je nach Bundesland höchst unterschiedlich, wie die Auswertung der Stellengesuche zeigt. Wien war mit einem Minus von 35,4 Prozent bisher am stärksten vom Jobrückgang betroffen. Die Stellenanzeigen im Burgenland sanken hingegen nur um 16,1 Prozent und jene in Vorarlberg um 17,7 Prozent.

Jobsuche: Unterschiedliche Entwicklung pro Berufsgruppen

Die Entwicklung war auch je nach Berufsgruppe höchst unterschiedlich. Im Vertrieb verringerten sich die Stellenanzeigen um 35 Prozent, im Einzelhandel nur um 18 Prozent. Große Lebensmitteleinzelhändler brauchten verstärkt Personal für die Versorgung der Bevölkerung. Vor allem diverse Aushilfsmitarbeiter, Regalbetreuer und Feinkostverkäufer wurden dringend gesucht.

Trotz eines Rückgangs von mehr als 31 Prozent bei den Jobausschreibungen im März sind technische Berufe laut StepStone nach wie vor sehr gefragt. In dieser Berufsgruppe seien weiterhin die meisten Inserate geschaltet und das meiste Geld für das Recruiting in die Hand genommen worden - österreichische Unternehmen hätten fast 3 Mio. Euro für kostenpflichtige Stellengesuche ausgegeben.

Grundlage der StepStone-Auswertung von Stellenanzeigen

Für die vorliegende Erhebung hat die Marktforschungsagentur index im Auftrag von StepStone Stellenanzeigen in ganz Österreich in 22 Printmedien und 21 Jobbörsen im Zeitraum von 1. bis 31. März 2020 ausgewertet und mit den Stellanzeigen im März des Vorjahres verglichen.

(apa/red)

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