Israilov-Prozess: Putin und Kadyrow als Zeugen?

Prozess gegen drei Männer wegen Mordes im Fall Israilov im Grossen Schwurgerichtssaal des Wiener Landesgerichts
Prozess gegen drei Männer wegen Mordes im Fall Israilov im Grossen Schwurgerichtssaal des Wiener Landesgerichts ©APA/HERBERT PFARRHOFER
Verteidiger Rudolf Mayer, der im Israilov-Prozess den Hauptangeklagten Otto K. vertritt, will neben dem tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow auch den russischen Regierungschef Vladimir Putin zeugenschaftlich befragen.
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Einen entsprechenden schriftlichen Beweisantrag wird Mayer bis kommenden Freitag einbringen, kündigte er in einer Verhandlungspause im Gespräch mit der APA an.

Sollten Putin und Kadyrow nicht persönlich erscheinen, wäre Mayer mit einer Vernehmung im Rechtshilfeweg durch die russischen Behörden und Übermittlung der Protokolle an die Justiz einverstanden. Ob diesem Beweisantrag stattgegeben wird, muss der aus drei Berufsrichtern bestehende Schwurgerichtshof entscheiden.

Mayer hält es für konsequent, dem nach Ansicht der Staatsanwaltschaft gegebenen Verdacht, Kadyrow könnte den inkriminierten Mord in Auftrag gegeben haben, mit dessen Befragung nachzugehen. Da Kadyrow als Putins “Statthalter” in Tschetschenien gilt, könnte – ausgehend von der Verdachtslage – nach Dafürhalten des Anwalts auch Putin möglicherweise davon gewusst haben.

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