Insolvenzen so niedrig wie vor 30 Jahren

Auch heuer dürfte es zu wenig Insolvenzen kommen.
Auch heuer dürfte es zu wenig Insolvenzen kommen. ©APA
Der Kreditversicherer Acredia erwartet heuer eine ähnliche Insolvenzen-Entwicklung wie im Vorjahr. Für 2022 prognostiziert der Kreditversicherer einen Insolvenz-Zuwachs von 25 bis 27 Prozent.

Die Insolvenzen in Österreich bleiben voraussichtlich auch 2021 auf künstlich niedrigem Niveau, schätzt der Kreditversicherer Acredia. Grund dafür seien die umfangreichen Maßnahmenpakete der Regierung im Zuge der Covidpandemie. Mit der Verlängerung und Ausweitung dieser Maßnahmen Ende 2020 erwartet Acredia für 2021 eine ähnliche Entwicklung wie im Vorjahr.

Insolvenzen und Wirtschaft komplett entkoppelt

"Es ist paradox: Trotz einer der größten Wirtschaftskrisen sind Insolvenzen in Österreich so niedrig wie zuletzt vor 30 Jahren. Das zeigt, wie stark die Insolvenzentwicklung von der tatsächlichen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und dem aktuellen Zustand der Unternehmen entkoppelt ist", so Acredia-Vorstand Ludwig Mertes.

Er rechnete am Sonntag in einer Aussendung vor: "Wir hatten in den ersten beiden Monaten 2021 bei den eröffneten Insolvenzen ein Minus von 60 Prozent gegenüber 2020. Unter der Annahme, dass die Unterstützungsmaßnahmen der Bundesregierung noch bis zum Ende des Sommers weitergehen und sich dieser Trend bis dahin so fortsetzt, könnte das Jahr 2021 ein Minus von 39 Prozent bringen. Das entspricht der Größenordnung aus dem Vorjahr." Man lege diesem Szenario einen deutlichen Anstieg der Insolvenzen im letzten Quartal 2021 zugrunde. Für 2022 prognostiziert der Kreditversicherer einen Insolvenz-Zuwachs von 25 bis 27 Prozent gegenüber 2019.

(APA/red)

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