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Infektionen steigen: 395 Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden

Die Infektionszahlen in Österreich stiegen in den letzten 24 Stunden stark an.
Die Infektionszahlen in Österreich stiegen in den letzten 24 Stunden stark an. ©APA/HANS PUNZ
In den letzten 24 Stunden wurden knapp 400 Neuinfektionen in Österreich verzeichnet. Rund die Hälfte davon, nämlich 203, wurden in Wien verortet. Danach kommen die Bundesländer Oberösterreich und Tirol.
Bisherige Infektionen nach Bundesländern

In Österreich wurden binnen 24 Stunden 395 Neuinfektionen durch SARS-CoV-2 per Test festgestellt. Dies gab das Innenministerium Samstagvormittag bekannt. Am Tag davor waren es 229 Infektionen gewesen.

Die Neuinfektionen seit der letzten Meldung teilen sich auf die Bundesländer Österreichs wie folgt auf:

  • Burgenland: 8
  • Kärnten: 4
  • Niederösterreich: 35
  • Oberösterreich: 57
  • Salzburg: 11
  • Steiermark: 24
  • Tirol: 49
  • Vorarlberg: 4
  • Wien: 203

Strikte Teststrategie in Wien

In der Bundeshauptstadt Wien mit etwas mehr als der Hälfte der binnen 24 Stunden in Österreich registrierten SARS-CoV-2-Infektionen (203 von 395; Anm.) wurden bis Samstagfrüh bisher insgesamt 7.777 positive Testergebnisse registriert. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle betrug unverändert 210. 5.841 Personen sind genesen, teilten die Wiener Behörden Samstagvormittag mit.

"Auch weiterhin verfolgt Wien eine strikte Test-Strategie. In der vergangenen Woche wurden in Wien durchschnittlich 3.565 Testungen täglich durchgeführt", hieß es in einer Aussendung. Im Sieben-Tages-Vergleich pro 100.000 Einwohner liege Wien mit der Anzahl an positiv Getesteten mit 39,5 hinter Wels (53,5), Innsbruck (44,7) und Kufstein (42,9).

Knapp 27.000 positive Corona-Tests

Bisher gab es in Österreich 26.985 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand (29. August 2020, 09:30 Uhr) sind österreichweit 733 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 22.866 sind wieder genesen. Derzeit befinden sich 144 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung und davon 30 der Erkrankten auf Intensivstationen.

Die täglich bestätigten Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 sind allerdings nur ein Aspekt. Freitagnachmittag hatte die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) die epidemiologische Auswertung für die vorangegangenen 13 Tage publiziert. Demnach ist die effektive Reproduktionszahl des Coronavirus - wie viele Menschen steckt im Durchschnitt ein Betroffener an - in Österreich für den Zeitraum von 14. bis 26. August auf 1,14 gesunken. Im vorangegangenen Vergleichszeitraum hatte sie noch 1,31 betragen.

Reproduktionszahl weiter gering

Auch die tägliche Steigerungsrate bei den Neuinfektionen reduzierte sich wieder auf geschätzte 1,4 Prozent. Zwischen dem 7. und dem 19. August war sie bei 9,9 Prozent gelegen. Für das Burgenland weist die Statistik in etwa eine Reproduktionszahl von zuletzt etwa 1,3 (ähnlich die Steiermark) aus, in Kärnten sind es etwa 0,8. Niederösterreich dürfte bei 1,2 liegen, ganz ähnlich wie Oberösterreich, Salzburg hingegen bei einem Pegel von um 1,0. Für Tirol ließ sich der Wert aufgrund technischer Probleme nicht errechnen. Vorarlberg hatte zuletzt eine Reproduktionszahl von etwa 1,0. Auch in Wien ging die Reproduktionszahl für SARS-CoV-2 auf etwa 1,2 zurück.

Die Reproduktionszahl gibt einen Hinweis über die Entwicklung der Verbreitung eines Krankheitserregers. Ein Wert von 1,0 würde einem Gleichbleiben der Situation - egal auf welchem Niveau - entsprechen. Werte unter 1,0 weisen auf eine rückläufige Tendenz hin.

"Stabile Entwicklung"

Die Experten um AGES-Epidemiologin Daniela Schmid mit Fachleuten der TU Graz stellten zu der Entwicklung fest: "Die rückläufige beziehungsweise stabile Entwicklung der effektiven Reproduktionszahl von Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Vorarlberg und Wien ist auf eine Entspannung des Auftretens von Reise-assoziierten Infektionen zurückzuführen. Die Anzahl der täglich neudiagnostizierten Fälle befindet sich aber weiterhin auf einem erhöhten Niveau."

(APA/red)

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