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Impfstoffe: Edtstadler will "Fairness und Solidarität" bei Verteilung

Edtstadler pocht auf "Fairness und Solidarität".
Edtstadler pocht auf "Fairness und Solidarität". ©APA/HELMUT FOHRINGER
Österreich will eine Neuverteilung von Corona-Impfstoffen in der EU. Europaministerin Edstadler pocht dabei auf "Fairness und Solidarität".

Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) hat bei der von Österreich geforderten Neuverteilung von Corona-Impfstoffen in der Europäischen Union auf "Fairness und Solidarität" gepocht. Auf die Frage, ob die im Raum stehende Vetodrohung Österreichs noch aufrecht sei, antwortet Edtstadleram Dienstag vor einem virtuellen Treffen mit EU-Amtskollegen: "Das ist nicht unser Ziel." Die Verhandlungen seien am Laufen, man hoffe auf eine "gute Lösung".

Krise könne man nur "gemeinsam überstehen"

"Es geht tatsächlich um eine faire Verteilung der Impfdosen über ganz Europa", so die Europaministerin gegenüber Journalisten. Die Krise könne man nur "gemeinsam überstehen", und dafür brauche es Solidarität und Chancengleichheit. Wenn in der EU bis zum Sommer 70 Prozent durchgeimpft sein sollten, hätte es wenig Sinn, wenn ein Land mehr und ein anderes Land weniger Impfungen aufweise.

Angesprochen auf die 400.000 Dosen, die Österreich aus dem vorgezogenen Biontech/Pfizer-Kontingent nach Angaben von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erhalten soll, erklärte Edtstadler: "Wir wollen eine faire Verteilung und wir wollen einen Ausgleich schaffen, was immer das in Dosen dann ganz konkret heißt, aber natürlich freuen wir uns über jede Dose für Österreich". Ginge es nach dem Bevölkerungsschlüssel würden Österreich nur 200.000 daraus zustehen.

Auch EU-Kommision pocht auf "faire Verteilung"

Die Europaministerin wird dies nach eigenen Angaben in Vorbereitung auf den Gipfel der Staats-und Regierungschefs Ende der Woche beim heutigen Rat mit ihren EU-Amtskollegen diskutieren. Dabei verwies sie auf die Unterstützung aus anderen Ländern (Kroatien, Bulgarien, Slowenien, Tschechien und die Lettland), die bei der Verteilung der Impfstoffe ins Hintertreffen geraten sind. Zudem, so Edtstadler, würde die EU-Kommission ebenfalls auf eine "faire Verteilung" pochen.

Dass das Vorgehen von Kurz Österreichs Ruf in der EU geschädigt hat, glaubt Edtstadler nicht. "Ganz im Gegenteil, es war Sebastian Kurz, der da etwas aufgedeckt hat", sagte sie.

(APA/Red)

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