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Hernals - Ilse Pfeffer: "Wir sind der beliebteste Wohnbezirk geworden"

Hernalser Bezirksvorsteherin Dr. Ilse Pfeffer im VIENNA.at-Interview.
Hernalser Bezirksvorsteherin Dr. Ilse Pfeffer im VIENNA.at-Interview. ©Bezirksvorstehung Wien-Hernals
Im Zuge der Wien-Wahl 2020 bat VIENNA.at die Bezirksvorsteher zum Interview. Dr. Ilse Pfeffer, Bezirkschefin von Hernals (SPÖ), sprach über die Besonderheiten des Bezirks, die Herausforderungen während der Corona-Pandemie und die Ziele für die Wahl.

Dr. Ilse Pfeffer ist seit 2002 Bezirksvorsteherin in Wien-Hernals. VIENNA.at bat die Bezirkschefin im Zuge der Wien-Wahl zum Gespräch und wollte genaueres über die Besonderheiten des Bezirks, Herausforderungen während der Coronakrise und Ziele für die Wien-Wahl 2020 wissen.

VIENNA.at: Was wurde in der letzten Legislaturperiode in Ihrem Bezirk umgesetzt?

Ich habe stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Hernalserinnen und Hernalser und setze Projekte in enger Abstimmung und Beteiligung der Bevölkerung um. Daher sind wir in der lebenswertesten Stadt der Welt auch zum beliebtesten Wohnbezirk geworden, was mich sehr stolz macht.

Aber ich lasse gerne ein paar Zahlen für mich sprechen: 667 neue Bäume wurden in den vergangenen fünf Jahren im 17. Bezirk gepflanzt, Wohnhausanlagen mit insgesamt 1.538 Wohnungen gefördert saniert, Schulen generalsaniert und Schulvorfelder wie in der Geblergasse oder der Leopold-Ernst-Gasse neu gestaltet. Es wurden 694 neue Radanstellanlagen errichtet, 1.120 Meter baulich getrennte Radwege und 51 Einbahnen mit insgesamt 4.459 Meter für Radfahrende geöffnet. Wir sind im Frühjahr 2020 zum Klimabündnis Österreich beigetreten und haben mit unserem Energiespar-Contracting-Programm 3.323 Tonnen CO2 sowie Energiekosten von 1,4 Millionen Euro eingespart.

Was macht Ihren Bezirk aus?

Die hervorragende Lebensqualität, der soziale Zusammenhalt in weiten Teilen der Bevölkerung, das Kultur-und Sportangebot sowie die Nähe zum Wienerwald als Naherholungsgebiet bei gleichzeitiger sehr guter Verkehrsanbindung.

Was sind die wichtigsten Punkte in Ihrem „Wahlprogramm“zur Wien-Wahl?

Da ist zum einen sicher die Generalsanierung und Erweiterung der Volksschule Kindermanngasse, die wir inkl. neuem Speisesaal zu einer Ganztagesvolkschule aufwerten werden, der Neubau eines Kindergartens in der Braungasse sowie die Planung der Verlängerung der U5 bis zur S45 nach Hernals. Seit heuer ist der 17. Mitglied des Klimabündnis Österreich und werden noch mehr Klima-und Umweltschutzprojekte umsetzen.

Welche Projekte sollen in den kommenden Jahren im Bezirk mit Ihrer Unterstützung umgesetzt werden?

Eine Befragung unter 5.000 Anrainerinnen und Anrainer hat ein klares Ergebnis für die Einrichtung einer Verkehrsberuhigung und einer dauerhaften Begegnungszone in der Kalvarienberggasse gebracht. Der Trend und Wunsch der Hernalserinnen und Hernalser geht weiter in Richtung mehr Verkehrsberuhigung und Verkehrssicherheit in den Wohngebieten sowie mehr Grünraum und Orte für Begegnung im öffentlichen Raum zu schaffen.

Wie wird sich die geplante U-Bahnstation am Elterleinplatz auf die Immobilienpreise in den nächsten Jahren in Hernals auswirken?

Im privaten Sektor sind heute schon die Mieten zu hoch und die Mietverträge werden oft auch nur befristet vergeben werden. Da werden wir den Vermietern genau auf die Finger schauen, weil es gerade im Altbau gesetzliche Obergrenzen gibt, die einzuhalten sind. Der geförderte Wohnbau hält sich an diese gesetzlichen Vorgaben, das müssen wir auch bei den privaten Vermietern einfordern, damit Hernals ein leistbarer Wohnbezirk bleibt!

Gibt es Verkehrslösungen (Radwege, Begegnungszonen), die anstehen?

Wie bereits zuvor geschildert wird nach der BürgerInnenbefragung die Kalvarienberggasse vom Elterleinplatz bis zur Bezirksgrenze im 18. nach den Wünschen der Bevölkerung als Begegnungszone ausgestaltet werden. Gemeinsam mit meinen Amtskollegen aus Ottakring und Penzing haben wir einen Lückenschluss der Radwege in der Nord-Süd-Verbindung geplant und auch der Lückenschluss des Hauptradwegenetzes in Dornbach ist mir ein Anliegen. Hier habe ich an 1.500 Anrainerinnen und Anrainer im August einen Brief geschickt und wir sammeln Ideen und Anregungen der Bevölkerung zu einer sicheren und nachhaltigen Radverbindung zwischen der Vollbadgasse und Neuwaldegg.

Was waren die großen Herausforderungen während der Corona-Pandemie?

Der Lockdown und die damit verbundene Erschwernis, den persönlichen Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern zu halten. Veranstaltungen waren auch stark betroffen: Leider mussten wir unser traditionelles Kalvarienbergfest kurzfristig absagen und auch die Bezirksfestwochen konnten nicht stattfinden.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit den anderen Parteien im Bezirk?

Im Großen und Ganzen sehr gut. Ich habe zu allen Fraktionen eine gute Gesprächsbasis und die meisten Projekte der Bezirksentwicklung werden in Hernals gemeinsam geplant und mit einhelliger oder breiter mehrheitlicher Zustimmung umgesetzt. Natürlich gibt es unterschiedliche Weltanschauungen, das ist auch ganz normal, aber der Umgang ist durch Respekt und Sachlichkeit getragen, wofür ich allen Parteien in der Bezirksvertretung sehr dankbar bin.

Wo sehen Sie Ihre Partei bei der Gemeinderatswahl 2020?

In Wien soll Bürgermeister Michael Ludwig gestärkt wieder Bürgermeister der lebenswertesten Stadt sein, und in Hernals hoffe ich ebenfalls, dass die SPÖ einen Stimmenzuwachs erhält und mein Kurs als Bezirksvorsteherin des lebenswertesten Bezirks Wiens gestärkt wird.

(Red.)

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