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Heer übernimmt ab Donnerstag zweites Postzentrum bei Wien

Auch im Post-Zentrum Wien-Inzersdorf muss das Bundesheer aushelfen.
Auch im Post-Zentrum Wien-Inzersdorf muss das Bundesheer aushelfen. ©APA/ROBERT JAEGER
Das Bundesheer übernimmt am Donnerstag nach dem Postzentrum Hagenbrunn auch das Zentrum Inzersdorf. Die Mitarbeiter werden in den nächsten zwei Wochen in strenger Isolation gehalten.
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Wenn am Christi-Himmelfahrt-Feiertag das Bundesheer die Arbeit im Postverteilzentrum Inzersdorf übernimmt, werden die rund 300 Berufssoldaten, Grundwehrdiener und Zivilbedienstete streng isoliert. Das gleiche gilt auch für jene Postmitarbeiter, die die Bundesheer-Helfer einschulen und unterstützen werden. Für zwei Wochen gibt es keinen Kontakt nach außen, wie Post und Bundesheer berichteten.

Das System wurde bereits bei der Unterstützung des Logistikzentrums der Post in Hagenbrunn (Bezirk Korneuburg) angewandt. Dort verrichten seit einigen Tagen 297 Soldatinnen und Soldaten ihren Dienst, so Heeressprecher Oberst Michael Bauer. 90 Soldaten sind pro Schicht eingeteilt. Für die Einschulung und den regulären Ablauf wurde ihnen 20 Mitarbeiter der Post zur Seite gestellt.

Post-Mitarbeiter für zwei Wochen isoliert

Während die Soldaten mit Bussen aus der Dabsch-Kaserne in Korneuburg, wo sie untergebracht sind, zu ihrer Arbeit gebracht werden, wurde für die Post-Mitarbeiter ein eigener Shuttle eingerichtet, der sie vom Wohnort abholt. Somit wird sichergestellt, dass die Helfer nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln mit anderen Menschen in Kontakt treten können. Sie dürfen in ihrer Freizeit die Wohnung nicht verlassen, sind für zwei Wochen isoliert, um eine Ansteckung von außen mit SARS-CoV-2 zu verhindern, erklärte Markus Leitgeb, Sprecher der Post AG. Bei den Post-Mitarbeitern habe man darauf geachtet, dass es ein möglichst kleines Team ist, aber der Betrieb dennoch aufrechterhalten bleibe. "So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich", sagte Leitgeb. Alle 20 wurden zweimal negativ auf Covid-19 getestet. Nach zwei Wochen sollen dann - wenn nötig - Nachnominierungen von Kollegen in Angriff genommen werden.

Strenge Sicherheitsvorkehrungen

Während es sich um die Verteilstelle in Hagenbrunn nur um ein Paketzentrum handelt, werden im Postverteilzentrum Inzersdorf im Liesinger Industriegebiet sowohl Pakete als auch Briefsendungen sortiert. Laut Sprecher Leitgeb ist aber nur der räumlich abgetrennte Bereich für Pakete vom Coronavirus betroffen. Dieses Gelände steht nun ebenso unter Quarantäne wie in Hagenbrunn. Es herrschen strenge Sicherheitsmaßnahmen. Jeder, der auf die beiden Post-Gelände möchte, wird genau kontrolliert und es werden Fiebermessungen durchgeführt. In die Gebäude selbst dürfen nur jene Personen, die eine Genehmigung der Gesundheitsbehörden haben. Bewacht werden laut Leitgeb die Gelände von Bundesheersoldaten.

Nach Anforderung vonseiten der Post wird am morgigen Feiertag Christi Himmelfahrt das Bundesheer auch die Arbeit in Inzersdorf übernehmen. Ab 6.00 Uhr wird die ABC-Abwehrschule die Dekontamination der Einrichtung in Angriff nehmen. Laut Heeressprecher Bauer soll diese am Nachmittag abgeschlossen sein. Die Soldaten werden dann gleich die erste Schicht unter der Leitung eines kleinen Post-Führungsteams übernehmen. Die Soldaten werden dann täglich aus der Maria-Theresien-Kaserne in Wien-Hietzing sowie aus Kasernengebäuden in Reichenau an der Rax (Bezirk Neunkirchen) geholt. Das Einsatzende ist laut Heeressprecher Bauer Ende Mai für Hagenbrunn und Anfang Juni für Inzersdorf geplant.

Mikl-Leitner: "Gute Zusammenarbeit" von NÖ und Wien

Die Niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat am Mittwoch angesichts der Debatte um den Wiener Coronavirus-Cluster rund um die Post-Verteilzentren Hagenbrunn und in Inzersdorf die "gute Zusammenarbeit" zwischen dem Bundesland und Wien gelobt. Der Kampf gegen das Virus könne nur gemeinsam gelingen, sagte sie in einer Pressekonferenz.

Die Politikerin könne bestätigen, "dass es eine gute Zusammenarbeit auf fachlicher und sachlicher Ebene gibt zwischen den einzelnen Sanitätsstäben Wien und Niederösterreich". Auch die politische Kooperation sei gut: "Ich stehe hier im Kontakt mit dem Bürgermeister von Wien (Michael Ludwig, SPÖ, Anm.), weil es wichtig ist, gemeinsam gegen das Coronavirus anzukämpfen", sagte sie. Das Angebot von Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) an die Stadt Wien, Contact Tracing mithilfe der Polizei durchzuführen, wollte sie jedoch nicht kommentieren.

(APA/red)

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