Häupl, Strache: Kein Geld zu verteilen

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Von Johannes Huber: Vor der Wahl sitzt die Brieftasche locker. Die Stadt hat unter Führung von Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) soeben eine Ausweitung der Urlaubsansprüche für ihre Mitarbeiter vorgenommen.

Das hat die Tageszeitung „Die Presse“ aufgedeckt: Langzeitbeamte bekommen demnach bis zu sieben Wochen. Was besonders pikant ist: Für die Privatwirtschaft ist eine sechste Urlaubswoche soeben am Widerstand der ÖVP und ihres Wirtschaftsflügels gescheitert. Wie auch immer: Auch FPÖ-Spitzenkandidat Heinz-Christian Strache will die Stadtverwaltung nicht angreifen; den 65.000 Mitarbeitern hat er bereits eine „Job-Garantie“ gegeben. Abgesehen davon will er die Bürger mit Gratis-Parkpickerln, Gebührensenkungen und allerlei mehr erfreuen.Fragt sich nur: Wie wollen Häupl und Strache ihre Wahlgeschenke finanzieren? Die Stadt hat kein Geld. Der Schuldenstand ist soeben auf fünf Milliarden Euro gestiegen. Und der Rechnungshof, der übrigens von Straches Parteifreund Josef Moser geführt wird, hat erst kürzlich wieder einen Sparkurs eingefordert. Doch das wurde im Wahlkampfgetöse „überhört“.

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