Grüne sind in Tirol auf "Wahlkampf-"Diät"

Thimo Fiesel sprach im Interview über den "Diät"-Wahlkampf in Tirol.
Thimo Fiesel sprach im Interview über den "Diät"-Wahlkampf in Tirol. ©APA
Die Tiroler Grünen können die Werbetrommel nicht so rühren, wie erwartet. Statt wie ursprünglich vorgesehen 700.000 Euro habe man nun rund 320.000 Euro für den Wahlkampf zur Verfügung, sagte Geschäftsführer Thimo Fiesel im APA-Gespräch.
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Auf Inserate, Werbefilme, Radio- und Kinospots müssen wir beispielsweise verzichten”, erläuterte Fiesel die grüne Wahlkampf-“Diät”. Auch in punkto Plakate gilt es vor der Landtagswahl abzuspecken – so werde es etwa keine Großflächenplakate geben und sogenannte Dreiecksständer auch nur in Innsbruck.

Grüne mit Straßenwahlkampf in Tirol

“Es gilt die Leute zu mobilisieren. Wir müssen auf die Straße”, legte Fiesel die Marschroute fest. “Haustürenwahlkampf und Verteilaktionen” laute das Motto für die Tiroler Regierungspartei. Größere Auftaktveranstaltungen wie etwa bei ÖVP oder FPÖ werde es nicht geben, man verfahre diesbezüglich nach dem Motto “klein, aber fein”. Den Wahlkampfauftakt werden die Grünen am 25. Jänner begehen. Wo und in welchem Rahmen, sei noch offen.

Auf Hilfe von Grünen außerhalb Tirols könne man – trotz einer nicht mehr mit Nationalratsabgeordneten ausgestatteten Bundespartei – jedenfalls zur Genüge zählen, so Fiesel, denn: “Das ist ein Wahlkampf aller Grünen. Wir helfen uns gegenseitig. Es geht um sehr viel”.

Richtungswahl in Tirol erwartet

Es handle sich in Tirol um eine “Richtungswahl”, trommelte der Geschäftsführer erneut das grüne Motto der vergangenen Wochen. Die Menschen müssten sich entscheiden, ob sie weiter Schwarz-Grün oder Schwarz-Blau wollen. “Es wird kein Regierungswahlkampf werden. Aber wir werden nicht verstecken können, was wir fünf Jahre lang in der Landesregierung geleistet haben. Und das ist viel”, zeigte sich Fiesel überzeugt. Man werde stark auf Inhalte setzen, denn schließlich stünden die Grünen für Umweltschutz, den Kampf gegen den überbordenden Transit, erneuerbare Energien und ein leistbares Leben.

Auf die Frage, welche Fehler der Nationalratswahlkampagne man nicht wiederholen wolle, sagte der Tiroler Grünen-Geschäftsführer: “Wir wollen die Botschaften klar formulieren und auf Kernbotschaften setzen. Die Dinge beim Namen nennen”. Die Tiroler Kampagnenlinie werde auch “ernsthaft und bodenständiger” sein. Die Grünen haben in Tirol 12,59 Prozent aus der Landtagswahl im Jahr 2013 zu verteidigen.

(APA/Red)

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