Großer Andrang bei Impf-Terminen in NÖ: Schon 318.000 Anmeldungen

Die Impf-Termine finden im Mai und Juni statt.
Die Impf-Termine finden im Mai und Juni statt. ©APA/GEORG HOCHMUTH
In Niederösterreich ist die Terminbuchung zur Corona-Impfung für alle Personen ab 16 Jahren möglich. Seit Beginn der Freischaltungen in der Vorwoche haben sich 318.000 Personen angemeldet.

In Niederösterreich haben sich seit Montag der Vorwoche 318.000 Menschen zur Corona-Impfung angemeldet. Die Termine finden im Mai und Juni statt. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) ortete in einer Pressekonferenz am Dienstag eine "sehr hohe Impfbereitschaft".

72 Prozent der impfbaren Bevölkerung haben mindestens einen Stich erhalten oder einen Termin gebucht. Mikl-Leitner erwartet, dass mit den Öffnungen am 19. Mai die Bereitschaft zur Immunisierung noch steigen wird.

Impf-Termine in Niederösterreich für alle Altersgruppen

Niederösterreich ist das erste Bundesland, das die Terminbuchung zur Corona-Schutzimpfung für alle Altersgruppen freigegeben hat. Seit Beginn der Vorwoche wurde die Anmeldung stufenweise über die Plattform von Notruf NÖ freigeschaltet. Der Andrang war groß. Seit dieser Woche können sich nun alle Niederösterreicher ab 16 Jahren anmelden. 60.000 Termine sind derzeit noch frei, davon 50.000 im Juni. "Wir haben uns für eine offensive Impfstrategie entschieden", sagte Mikl-Leitner bei der Pressekonferenz in St. Pölten: "Der Impfturbo gibt Sicherheit, dass man geimpft wird und Klarheit, wann man geimpft wird." Mit Pfizer habe man einen sehr verlässlichen Partner, der pünktlich liefere.

Von 1,258 Millionen impfbaren Landsleuten sind 900.000 zumindest einmal geimpft oder haben einen Termin. 18,5 Prozent sind voll immunisiert, mehr als 20 Prozent haben mindestens eine Dosis erhalten, 33 Prozent haben reserviert und 28 Prozent sind bisher nicht angemeldet. Nach Altersgruppen sinkt der Anteil jener, die bereits einen Stich oder eine Reservierung haben. Die Termine finden in den 20 Landes-Impfzentren, die im Vollausbau sechs Tage die Woche geöffnet haben, und bei niedergelassenen Ärzten statt.

Hoffnung auf Impfung von Kindern ab 12 Jahren in Sommerferien

Die Landeshauptfrau betonte, dass auch junge Menschen ab zwölf Jahren in Niederösterreich immunisiert werden sollen, sobald das in Österreich rechtlich freigegeben und Impfstoff da ist. Für diese Altersgruppe würde sich Mikl-Leitner Termine in den Sommerferien wünschen. Als künftige Herausforderungen bezeichnete Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ), "dass wir in Folge auch noch jene erreichen, die jetzt noch ein bisschen skeptisch sind und dass wir dann auch Eltern überzeugen, ihre Kinder impfen zu lassen". Um etwa Migranten zu erreichen, wird vor allem auf betriebliche Impfungen gesetzt.

Man sei "gerüstet" für die ab 19. Mai geplanten Öffnungsschritte, sagte LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP). Das Testangebot werde weiterhin wichtig sein. "Eine Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn es ganz klare Regeln gibt", betonte Mikl-Leitner. Richtlinien brauche es, um sich selbst und die anderen schützen zu können. "Jeder kann frei wählen: Lässt er sich testen oder lässt er sich impfen."

Lage auf Intensivstationen entspannt

Die Lage auf den Intensivstationen in Niederösterreich hat sich inzwischen entspannt. Die Zahl der dort behandelten Corona-Erkrankten ist vom Höchststand von mehr als 130 auf unter 70 gesunken, auch bei den Neuinfektionen zeigt die Tendenz nach unten. Die Reproduktionszahl, die Anfang April noch bei 1,05 lag, ist auf aktuell 0,82 zurückgegangen. "Die Maßnahmen haben sich bezahlt gemacht", resümierte Königsberger-Ludwig.

(APA/Red)

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