Gläubiger von Niemetz bekommen nach Übernahme 100% der Forderungen

Die Niemetz-Gläubiger können aufatmen.
Die Niemetz-Gläubiger können aufatmen. ©APA
Nach der Insolvenz von Niemetz und der Übernahme durch den rumänischen Schokoproduzenten Heidi Chocolat können die Gläubiger des Wiener Schwedenbombenherstellers wieder aufatmen: In den nächsten Monaten wird ihnen der Masseverwalter 100 Prozent ihrer Forderungen ausbezahlen, teilte der Kreditschutzverband KSV 1870 am Montag mit.
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“Das bedeutet, dass es für die Anmeldungen, die anerkannt wurden, keinen Ausfall geben wird und die Gläubiger durch den Konkurs keinen Ausfall ihrer Forderungen erleiden werden”, so die Kreditschützer. Im Verfahren lägen nun die Beendigungsansprüche der Arbeitnehmer vor. Daher könne der Masseverwalter im nächsten Schritt den Betrag, der auf dem Massekonto liegt, ausbezahlen. Der KSV rechnet mit einer Ausbezahlung der Quote in den nächsten Monaten.

Insolvenz und Übernahme von Niemetz

Die Schwedenbombenfirma Niemetz rutschte im Februar in die Insolvenz, nachdem das Unternehmen monatelang ums finanzielle Überleben gekämpft hatte. Es kam zu einer beispiellosen Solidaritätswelle, regelrechten Schwedenbomben-Hamsterkäufen. Die Sanierung des Unternehmens scheiterte trotzdem, da bis Mai nicht die erforderlichen 4,2 Millionen Euro zusammenkamen. Schließlich trat Heidi Chocolat auf. Die zum Meinl-Imperium gehörende Schokofirma kaufte Niemetz für rund 6 Millionen Euro.

Verfahren soll heuer abgeschlossen werden

“Höchstwahrscheinlich” bekommen Arbeitnehmer, Lieferanten und Banken ihr Geld noch heuer, sodass das Sanierungsverfahren vor Jahresende beendet werden kann, erwartet der Kreditschützer.

Ursprünglich war den Gläubigern lediglich eine Quote von 20 Prozent in Aussicht gestellt worden, dann war von 50 Prozent die Rede. Mit dem Scheitern der Sanierung und der anschließenden Übernahme durch Heidi Chocolat wendete sich das Blatt. Schwedenbomben sind heuer gefragter als die Jahre zuvor. Diesen Sommer produzierte der Wiener Traditionsbetrieb erstmals in seiner Geschichte durch und stellte 20 neue Mitarbeiter ein. (APA)

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