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Gastronomie und Hotels freuen sich auf Öffnung

Man bereitet sich auf die Öffnung vor.
Man bereitet sich auf die Öffnung vor. ©APA/ROLAND SCHLAGER
Gastronomie und Hotellerie freuen sich auf Lockdown-Öffnung. Die 20-Quadratmeter-Regel sei aber noch ein "massives Problem" für kleine Betriebe wie Fitness- oder Yoga-Studios.
Alle Regeln im Detail

Nach dem heutigen grünen Licht der Bundesregierung bereiten sich die heimische Gastronomie- und Hotelleriebetriebe auf die Öffnung am 19. Mai vor. "Wir freuen uns sehr, dass wir endlich aufsperren können", sagte WKÖ-Gastronomieobmann Mario Pulker zur APA. Weitere Öffnungsschritte müssten dann Anfang Juli folgen. Pulker appellierte an die Betriebe und Konsumenten, sich "ordentlich" an die Corona-Regeln zu halten.

Die Hotellerie war coronabedingt für Privatgäste seit Anfang November 2020 gesperrt, die Gastronomiebetriebe durften seit November nur Speisen zur Abholung anbieten. Geöffnet werden in der Gastronomie ab 19. Mai sowohl Gastgärten als auch Innenräume. Dies sei ein "Vertrauensvorschuss für die Branche", so der WKÖ-Gastronomieobmann. Vielen Gastrobetriebe werden noch die fehlenden ausländischen Touristen und größere Events wirtschaftlich spüren. Für diese Betriebe gebe es noch Corona-Wirtschaftshilfen, sagte Pulker.

Viele Buchungen in Hotels

Die heimische Hotellerie verzeichnet indes steigende Buchungszahlen. "Während wir hinter den Kulissen noch vieles für den 19. Mai vorbereiten, vom Onboarding der Teams über letzte Bestellungen bis hin zu den Hygiene-Maßnahmen, kommen auch immer mehr Buchungen herein", so ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer am Montag in einer Aussendung. Unklar sei aber noch, wann die Gastgeber wie viele Tests bekommen und Fragen zum digitalen Grünen Pass. Wenn dies geklärt sei, stehe "einem Super-Sommer für Gäste nichts im Weg", sagte Reitterer.

20-Quadratmeter-Regel für kleine Betriebe problematisch

Das Öffnen rechnet sich aber nicht für alle: "Auch wenn wir die baldige Öffnung natürlich prinzipiell begrüßen, ist ein wirtschaftliches Öffnen für einen Großteil unserer Betriebe, aufgrund der strengen Auflagen kaum möglich", so der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Robert Seeber. Vor allem die 20-Quadratmeter-pro-Person-Regelung stelle ein "massives Problem" für kleine Betriebe, wie zum Beispiel Fitness-, Pilates- und Yogastudios sowie Tanzschulen, aber auch Bäder und Thermen, dar.

Dafür sehen sich die körpernahen Dienstleister als Vorreiter für das Eintrittstesten. "Unsere Betriebe haben als Vorreiter des Eintrittstestens den Nachweis erbracht, dass sicheres Öffnen funktioniert. Wir sind sehr froh, dass diese Vorbildwirkung weitere Öffnungsschritte nun auch in anderen Branchen ermöglicht hat", sagten Bundesinnungsmeisterin Dagmar Zeibig und Bundesinnungsmeister Wolfgang Eder am Montag in einer Aussendung. Die Branche freue sich sehr, dass nun niederschwellige Tests vor Ort erlaubt werden. "Das ist eine große Erleichterung speziell für jene Kundinnen und Kunden, denen es schwerfällt, eine öffentliche Teststation aufzusuchen", betonen Zeibig und Eder.

Frequenzen und Umsatz werden steigen

Wie die körpernahen Dienstleister geht auch das Handwerk und Gewerbe davon aus, dass mit dem Aufsperren der Gastronomie die Frequenzen und der Umsatz steigen werden. "Die Öffnungsschritte im Tourismus, der Gastronomie und bei den Veranstaltungen sind für ganz viele unserer Zulieferbetriebe überlebenswichtig: Viele haben mit den gesperrten Branchen mitgelitten, ihnen sind während der Lockdowns die wichtigsten Auftraggeber weggebrochen. Jetzt ist die Hoffnung groß, dass schrittweise wieder mehr Normalität einkehrt", schreibt Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ):, in einer Aussendung.

Für Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer ist die heute vorgelegte Öffnungsverordnung ein "wichtiger Schritt" in Richtung Normalisierung. "Damit gewinnen wir ein Stück weit Freiheit zurück, das für das wirtschaftliche Überleben unserer Betriebe und tausender Jobs quer durch alle Branchen und das ganze Land so dringend notwendig ist", sagte Mahrer. Die Unternehmen seien mit ihren Corona-Sicherheitskonzepten gerüstet. "Gerade für die Tourismus- und Freizeitbetriebe ist diese Sommersaison überlebenswichtig", so der WKÖ-Chef.

(APA/red)

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