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Friseuren droht bei Geschäftsöffnung am 1. Mai Anzeige

Die Gewerkschaft warnte vor einer Geschäftsöffnung am Feiertag.
Die Gewerkschaft warnte vor einer Geschäftsöffnung am Feiertag. ©pixabay.com (Sujet)
Der Gewerkschaft vida ist zu Ohren gekommen, dass einige Friseure bereits am Feiertag wieder öffnen wollen. "Wer widerrechtlich aufsperrt, fliegt aus der Kurzarbeit, wird angezeigt und muss zahlen", wird nun gewarnt.
Strenge Regeln beim Friseurbesuch

Friseure dürfen wie große Geschäfte und Einkaufszentren ab Samstag wieder öffnen. Manchen geht das aber offenbar nicht schnell genug, sie wollen bereits am morgigen Feiertag aufsperren, erfuhr die Gewerkschaft vida aus gut informierten Kreisen und durch Anfragen von Mitgliedern.

Manche Friseure wollen am Feiertag aufmachen: Anzeigen drohen

"Sollten morgen tatsächlich Friseure öffnen, werden wir alles ausschöpfen, was die Rechtsordnung vorgibt", sagte Christine Heitzinger, Vorsitzende des Fachbereichs Dienstleistungen in der Gewerkschaft vida, am Donnerstag. "Wer sogar widerrechtlich an gesetzlichen Feiertagen aufsperrt, fliegt aus der Kurzarbeit, wird angezeigt und muss zahlen."

Dass sogar Lehrlinge aufgefordert worden seien, sich zur Arbeit am 1. Mai im Friseursalon einzufinden, "schlägt überhaupt dem Fass den Boden aus", empörte sich Heitzinger.

Bei Gehaltsverhandlungen "fettes Plus ohne Gejammere" erwartet

Bei den nächsten Gehaltsverhandlungen erwartet die Gewerkschafterin "ein fettes Plus ohne Gejammere". "Wenn das Arbeiten mit vollen Zuschlägen ein tolles Geschäft ist, dann wird man hinkünftig auch mehr reguläre Gehälter zahlen können - alles andere wäre eine Farce."

WKÖ: Mit Vereinbarung dürfen Friseure am 1. Mai aufsperren

Nachdem die Gewerkschaft vida jenen Friseuren, die am 1. Mai aufsperren wollen, mit Sanktionen gedroht hat, meldete sich die Wirtschaftskammer zu Wort. Speziell Friseure können sehr wohl schon am 1. Mai Kunden bedienen, wenn eine entsprechende Vereinbarung vorliegt, so die Mitteilung.

Selbstverständlich gelten am 1. Mai alle gültigen Feiertagsbeschränkungen und Sonderbestimmungen weiter, insbesondere darf der Einzelhandel nicht aufsperren. Aber "bestimmte Betriebe" dürfen "unter klar geregelten Bedingungen" geöffnet werden, hält dem die WKÖ entgegen. Das gelte, wenn Arbeitgeber und Betriebsrat bzw. Arbeitnehmer eine Beschäftigung an bis zu vier Wochenenden oder Feiertagen vereinbart hätten. Bei entsprechender Vereinbarung seien also die Beschäftigung und gewerbliche Tätigkeiten wie das Offenhalten eines Friseurlokals und die Betreuung von Kunden am 1. Mai zulässig.

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(APA/Red)

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