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„franzundjulius": Neues Café am Wiener Kriemhildplatz

Am Wiener Kriemhildplatz wird neben dem Buchkontor in Kürze das Café "franzundjulius" eröffnen
Am Wiener Kriemhildplatz wird neben dem Buchkontor in Kürze das Café "franzundjulius" eröffnen ©Katarina Lindbichler / Henrik Harms
Ulla Harms, die Betreiberin des Buchkontor, der einzigen Buchhandlung im 15. Wiener Gemeindebezirk, eröffnet in Kürze direkt neben dieser ein kleines Café: „franzundjulius".

2009 eröffnete Ulla Harms mit dem Buchkontor die erste und einzige Buchhandlung im 15. Bezirk. Was klein begann, hat sich als beliebter Treffpunkt und Veranstaltungsort am Kriemhildplatz etabliert und ist aus dem kulturellen Leben des Grätzels nicht mehr weg zu denken.

Eröffnung mit Konzert von Manuel Rubey und Gerald Votava

10 Jahre später erfüllt sich Ulla Harms einen weiteren Traum: Sie eröffnet gleich neben der Buchhandlung ein kleines Café, das offiziell am 14. November mit einem Konzert von Manuel Rubey und Gerald Votava eingeweiht wird. Wie es sich für einen Buchhandlungs-Zwilling gehört, singen und rezitieren Rubey und Votava Texte von Christine Nöstlinger, Helmut Qualtinger und anderen.

So kam Ulla Harms zu ihrem Café

Und hier erzählt Ulla Harms die Geschichte, wie sie zu dem Café und vor allem, wie es zu dem Namen kam: „Vor acht Jahren konnte ich durch Zufall einen Blick in das Nebenlokal meiner Buchhandlung werfen. Ein alter Mann erzählte mir, dass er in den 70er-Jahren als Tischler im Bezirk gearbeitet und aus sentimentalen Gründen das Lokal als Lager behalten hat. Zwar war der Raum völlig zugemüllt, aber dennoch konnte ich einen geschmackvollen Fliesenboden und auch eine wunderschöne alte Doppelschwingtür erkennen. Für mich war klar: „Ich will in diesem Raum ein Café eröffnen.“
 
Immer wieder fragte ich in den vergangenen Jahren nach dem Lager und endlich, im März dieses Jahres, rief mich der Hausbesitzer an und bot mir diese Räumlichkeiten an. Schon nach wenigen Tagen Arbeit mit und im Dreck konnte ich alte Fliesen und wunderschöne Ornamente, die seit 1914 unter zahlreichen Putzschichten und Tapeten versteckt waren, entdecken. In den folgenden Wochen und Monaten haben wir alte Fliesen stundenlang geputzt und restauriert, wir haben Türen und Fenster von Grund auf saniert und uns für die Einrichtung auf die Suche nach alten Tischen, Sesseln und Lampen gemacht.

Spannende Geschichte des Hauses am Kriemhildplatz

Die Recherchen, die ich – neugierig geworden – zu der Geschichte dieses Hauses gestartet habe, führten mich nicht nur zu dem Architekten Max Hegele (sein berühmtestes Bauwerk ist die Lueger-Kirche am Zentralfriedhof), sondern eben auch zu den beiden Bauherrn:
Die beiden Brüder Franz und Julius Huber haben zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen Drogeriehandel betrieben und in ganz Österreich ihre selbstfabrizierten Salben und Tinkturen verkauft. Im Keller dieses Hauses entdeckten wir ganz wunder- und sonderbare Verpackungsmaterialien sowie Unterlagen  – etwa zu „Kriemhilds Fußschweißpulver“, „Frisolin Blondhaarwäsche“ und superschön gestaltete Verpackungen für Mottenpulver.

Nähere Fragen zu den Brüdern Huber konnte mir der Hausbesitzer, ein Nachfahre der beiden, beantworten – so z.B. wie in aller Welt sich sein Urgroßvater Julius gemeinsam mit seinem Bruder insgesamt 5 Jugendstilprachtbauten leisten konnte. Ob sie wirklich mit der Produktion von verschiedenen Tinkturen so viel Geld verdienen konnten? Die Lösung ist wiederum viel trivialer: Durch die Währungsumstellung von Kronen auf Schilling 1924/1925 haben zwar viele Menschen in Österreich sehr viel Geld verloren, aber nicht die spitzfindigen Brüder Franz und Julius, denn sie "verloren" alle ihre Schulden. 

„franzundjulius": eine Hommage an zwei Wiener Brüder


"Ich wollte den beiden ein ganz kleines Denkmal erbauen, indem ich ihre Namen für das Café verwende. So wird Ihre Geschichte vielleicht nicht nur erhalten, sondern auch weitererzählt.

Wir werden mit dem Café der Tradition dieses schönen Jugendstilhauses Genüge tun - eine alte, dampfend-zischende Kaffeemaschine bildet das Herzstück des Lokals. Zum Mokka oder Einspänner gibt es verschiedene hausgemachte Kuchen und einen kleinen Mittagstisch. Wir haben köstlichen österreichischen Wein, Sardellenringerlbrote gibt’s und ein extra für uns gebrautes Craftbier von der Xaver-Brauerei in der Hasnerstrasse. Wir gehen trotz Hang zur Nostalgie mit der Zeit und finden, in einem Kaffeehaus dürfen auch vegane Angebote nicht fehlen.“

franzundjulius
Café und Restauration
Kriemhildplatz 1
1150 Wien

Feierliche Eröffnung am 14. November 2019 um 19.00 Uhr
mit einem Konzert von Manuel Rubey und Gerald Votava

Mehr zur Eröffnung von franzundjulius lesen Sie auf der Facebook-Seite zum Event.

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