Franzosen benötigen Corona-Nachweis für Cafés und Züge

Der Corona-Beleg spielt in Frankreich eine Rolle.
Der Corona-Beleg spielt in Frankreich eine Rolle. ©REUTERS/Eric Gaillard (Symbolbild)
Einen Nachweis der vollständigen Corona-Impfung, der Genesung oder des negativen Tests benötigen seit Montag in Frankreich Menschen für Cafés, Restaurants und Züge.

Schon seit Wochen gilt die Nachweispflicht bei Besuchen von Kinos, Museen oder Konzerten. Nun hat die Regierung sie trotz wochenlanger Proteste auf weitere alltägliche Aktivitäten der Franzosen ausgeweitet.

Corona-Impfpflicht in Frankreich zielt auf Feuerwehr ab

Die Nachweispflicht durch einen QR-Code - den sogenannten Gesundheitspass - gilt außer in Cafes und Restaurants nun auch beim Betreten von Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen, beim Shoppen in manchen Einkaufszentren sowie bei Messen und für Fernverkehrszüge.

Das vom französischen Parlament Ende Juli verabschiedete Gesetz sieht zudem eine Corona-Impf-Pflicht für Gesundheits- und Pflegekräfte sowie für Feuerwehrleute und andere Rettungskräfte vor.

Spitäler in Frankreich mit zahlreichen Corona-Patienten

Gegen diese Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen waren am Wochenende erneut zehntausende Menschen in ganz Frankreich auf die Straße gegangen. Das Innenministerium sprach von knapp 237.000 Teilnehmern, soviel wie noch nie in den vergangenen vier Wochen. Von Woche zu Woche hatten die Proteste seit Bekanntgabe der Pläne im Juli zugenommen.

Unterdessen steigt die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern rapide an. Wie die Gesundheitsbehörden am Sonntag mitteilten, wurden binnen 24 Stunden 498 Covid-19-Kranke neu aufgenommen. Damit lagen insgesamt 8.685 Corona-Patienten in den französischen Krankenhäusern - 25 Prozent mehr als vor gut drei Wochen. Besonders stark hat den Angaben zufolge die Zahl der Covid-19-Patienten zugenommen, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen.

(APA/Red)

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