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FPÖ fordert die Fußgängerzone in Meidling für Radfahrer zu sperren

Noch haben Radfahrer grünes Licht am Meidlinger Platzl, die FPÖ möchte dies mittels Unterschriftenaktion ändern.
Noch haben Radfahrer grünes Licht am Meidlinger Platzl, die FPÖ möchte dies mittels Unterschriftenaktion ändern. ©APA (Symbolbild)
Die Fußgängerzone in der Meidlinger Hauptstraße ist ein Unikum: In bestimmten Bereichen ist zwischen 6 und 10.30 Uhr das Radfahren erlaubt. Die FPÖ startet nun eine Unterschriftenaktion gegen Radfahrer in der Fußgängerzone.
Umgestaltung der Meidlinger FuZo
Radweg am Ring wird fortgeführt

Seit letztem Herbst ist das Radfahren in der Meidlinger Fußgängerzone im Bereich des Meildlinger Platzls zwischen 6 und 10.30 Uhr erlaubt. Grund dafür ist laut Angaben der Bezirksvorstehung Meidling, dass es früher keine durchgehende Verbindung zwischen dem Bahnhof Meidling und dem Wientalradweg gab. Trotz der räumlichen und zeitlichen Beschränkung, werden immer wieder Fahrradfahrer ganztägig in allen Bereichen in der Fußgängerzone gesichtet. Innerhalb dieses Zeitraums ist die Fußgängerzone auch für Lieferverkehr befahrbar.

Fahrradfahrer in Meidling eine Bedrohung für Fußgänger?

Die FPÖ spricht davon, dass das Sicherheitsrisiko für die Fußgänger enorm angestiegen sei, was auch Berichte der Bürger belegen. “Aus diesem Grund startete die FPÖ-Meidling vergangenen Freitag die Unterschriftenaktion <Nein zum Radfahren in der Fußgängerzone Meidlinger Hauptstraße!> Schon am ersten Tag konnten wir über 300 Unterschriften sammeln”, zeigt sich FPÖ-Klubobmann Wolfgang Reinold erfreut und gibt bekannt, dass die Aktion bis September fortgesetzt und dann der SPÖ-Bezirksvorsteherin übergeben wird.

FPÖ scheint sich auf Fahrradfahrer zu konzentrieren

Während den Grünen immer wieder vorgeworfen die Interessen der Autofahrer zu missachten. Derzeit scheint es, als hätten es sich die Blauen zur Aufgabe gemacht in diesem Bereich gegenzusteuern und in Wien geplante Projekte, die den öffentlichen Nahverkehr fördern oder die Bedingungen für Radfahrer verbessern sollen, zu kritisieren. Die fahrradfreundlichen Straßen in der Josefstadt werden beispielsweise als “Fahrrad-Highways”, auf denen “rasenden Radrowdys für Verletzte oder gar Tote sorgen” bezeichnet.Was die Meidlinger Fußgängerzone betrifft, solle sich Rot-Grün nach Ansicht der FPÖ “endlich von den Phantastereien verabschieden und den Wunsch der Bürger respektieren. Die Fußgängerzone soll ausschließlich jenen vorbehalten bleiben, für die sie geschaffen wurde, nämlich den Fußgängern.”

Im September 2012 wird es eine neuerliche Besprechung zur Festlegung der weiteren Vorgangsweise in der Magistratsdirektion-Stadtbaudirektion mit Bezirksvorsteherin Gabriele Votava stattfinden.

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