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Floridsdorf - Georg Papai: "Floridsdorf soll familienfreundlichster Bezirk werden"

Floridsdorfs Bezirksvorsteher Georg Papai stand im VIENNA.at-Interview Rede und Antwort.
Floridsdorfs Bezirksvorsteher Georg Papai stand im VIENNA.at-Interview Rede und Antwort. ©Alexander Müller
Im Zuge der Wien-Wahl 2020 bat VIENNA.at die Bezirksvorsteher zum Interview. Georg Papai, Bezirkschef von Floridsdorf (SPÖ), sprach über die Besonderheiten des Bezirks, die Herausforderungen während der Corona-Pandemie und seine Ziele für die Wahl.

Georg Papai ist seit 2014 Bezirksvorsteher in Wien-Floridsdorf. VIENNA.at bat den Bezirkschef im Zuge der Wien-Wahl zum Gespräch und wollte genaueres über die Besonderheiten des Bezirks, Herausforderungen während der Coronakrise und Ziele für die Wien-Wahl 2020 wissen.

Rückblick: Was wurde in der letzten Legislaturperiode in Ihrem Bezirk umgesetzt?

Angesichts der Fülle der von meinem Team und mir umgesetzten Maßnahmen und Projekte fällt es mir schwer, einzelne Punkte herauszugreifen. Die Bilanz nach meinen 6 Jahren Amtszeit im flächenmäßig zweitgrößten Bezirk Wiens kann sich jedenfalls sehen lassen:

  • 1/3 der Fläche Floridsdorfs ist als Landschaftsschutzgebiet gewidmet und damit nachhaltig als Grünflächen auch für künftige Generationen gesichert.
  • In den vergangenen fünf Jahren wurden rund 46,3 Millionen aus dem Floridsdorfer Bezirksbudget in Schulen und Kindergärten investiert.
  • Erforderliche Intervallverdichtungen von Schnellbahn, Bus und Straßenbahn konnten verhandelt und umgesetzt werden.
  • Mit dem Quartiersmanagement „Vienna Business District Nord“ wurde eine Drehscheibe für Wirtschaft und Arbeitsmarkt geschaffen.
  • In historischen Ortskernen wurden Schutzzonen verordnet und die Stadtplanung auf mein Credo „Siedlungsgebiet muss Siedlungsgebiet bleiben“ eingestimmt.

Und es ist eine Bilanz, die kein Abschluss, sondern ein Ausblick sein will. Eine Basis, auf der sich gut aufbauen lässt und die mir Lust macht auf weitere spannende Jahre in und für Floridsdorf!

Was macht Ihren Bezirk aus?

Um es mit einem Satz auf den Punkt zu bringen: In Floridsdorf ist man nah am Wasser, schnell am Berg und trotzdem rasch in der Stadt!

Was sind die wichtigsten Punkte in Ihrem "Wahlprogramm" zur Wien-Wahl?

Wie in meiner Broschüre „Mein Rezept für Floridsdorf“ nachzulesen ist, kann es sich wirklich sehen lassen, was mein Team und ich in den letzten 5 Jahren umgesetzt haben. Diesen guten Weg werden wir mit folgenden Schwerpunkten fortsetzen:

  • Sicherung und Ausbau von Grünbereichen
  • Hoher Mitteleinsatz für Kindergärten und Schulen
  • Förderung von Arbeitsplätzen mit Schwerpunkt Technologie und Forschung
  • Leistbarer Wohnraum verknüpft mit einer leistungsstarken Infrastruktur
  • Familienfreundliche Impulse als Leitmotiv bei allen Planungen und Investitionen

Welche Projekte sollen in den kommenden Jahren im Bezirk mit Ihrer Unterstützung umgesetzt werden? 

Bei einem Bezirk dieser Größe würde es den Rahmen hier sprengen, alle Projekte, die angedacht oder sogar schon in Planung sind, einzeln aufzulisten, aber ein Schwerpunkt ist mir wichtig: Mein Ziel ist es, Floridsdorf zum familienfreundlichsten Bezirk zu machen. Familienfreundlich wird ein Bezirk nicht durch eine einzelne Maßnahme, sondern Familien und besonders Kinder und Jugendliche müssen bei jeder kommunalpolitischen Entscheidung mitgedacht werden. Deshalb gibt es mit mir als Bezirksvorsteher auch jedes Jahr einen neuen Park, damit die Kinder viel Platz zum Spielen und Toben haben. Bildung ist mir ein besonderes Anliegen: Fast die Hälfte des Bezirksbudgets wird jedes Jahr in die Verbesserung von Schulen und Kindergärten gesteckt.

Welche Pläne gibt es am Franz-Jonas-Platz? Ist ein Alkoholverbot denkbar?

Der Bahnhof Floridsdorf hat alle Herausforderungen die ein Bahnhofsvorplatz einer Millionenstadt mit sich bringt. Damit sich jeder sicher fühlt, haben wir bereits viele Maßnahmen wie den Einsatz von SozialarbeiterInnen vor Ort und starke Polizeipräsenz gesetzt. Außerdem fordere ich weiterhin von der Stadt Wien, dass ein Alkoholverbot am Franz-Jonas-Platz erlassen wird

Floridsdorf erfährt einen Bau-Boom. Wie sieht Ihr Ansatz aus, genügend Grünflächen anzubieten?

1/3 der Fläche Floridsdorfs ist als Landschaftsschutzgebiet gewidmet und damit nachhaltig als Grünflächen auch für künftige Generationen gesichert. Das ist wichtig, denn der Bedarf an gefördertem Wohnbau nimmt zu, der optimaler Weise auf bereits versiegelten Bodenflächen – z.B Industriebrachen wie die Roigk-Gründe oder das alte Gaswerk in Leopoldau – abgedeckt werden soll. Ein weiteres Kriterium ist das Vorhandensein einer guten Infrastruktur. Ich persönlich halte nichts davon, Stadtentwicklung mit einer allzu wörtlich ausgelegten Stadterweiterung gleichzusetzen, bei der Satellitenbauten in die grüne Wiese gestellt werden, solange es noch zentral liegende und bereits gut an den öffentlichen Verkehr angebundene Bauplätze gibt. Last not least gilt es, nach dem Motto „Siedlungsgebiet soll Siedlungsgebiet bleiben“ unsere bestehenden, kleinteiligen Wohngebiete z.B. durch Rückwidmungen zu schützen, wie ich das beispielsweise in der Nordrandsiedlung vorantreibe. Hier ist noch einiges an Überzeugungsarbeit gegenüber dem zuständigen Planungsressort der Stadt Wien zu leisten. 

Was waren die großen Herausforderungen während der Corona-Pandemie?

Auch in den einigen Wochen der Einschränkung des sozialen Lebens hatte ich den Eindruck, dass die Grundstimmung stets eine gute war und ich möchte mich für den Zusammenhalt und die Solidarität bei den FloridsdorferInnen bedanken. Die BezirksbewohnerInnen nahmen beispielsweise das Erfordernis, sich vor der Apotheke oder einer Bank auf der Straße anstellen zu müssen, sehr gelassen und diszipliniert zur Kenntnis. Eine Herausforderung war es sicher, die Infrastruktur in unserem großen Bezirk aufrecht zu erhalten und ich bedanke mich auch bei den vielen HeldInnen des Alltags, die mit ihrem Einsatz dazu beigetragen haben.

Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, wie ungemein wichtig es ist, dass die öffentliche Versorgung in der Stadt Wien so gut funktioniert. Das tut sie vor allem, weil sie uns allen gehört und das oberste Ziel hat, eine gute Leistung für die gesamte Bevölkerung zu erbringen.

Persönlich habe ich schon zur Zeit des Covid19-bedingten Lockdowns und auch danach zum Kauf im regionalen Handel aufgerufen. Über einen Monat lang wurde daher in einer viel beachteten Aktion auf der Facebook-Seite des Bezirks  www.facebook.com/mein1210  täglich ein Betrieb in Floridsdorf vorgestellt, der als Nahversorger für die Bevölkerung unverzichtbar ist.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit den anderen Parteien im Bezirk?

Das ist eine Frage, die mir in diesen Tagen häufig gestellt wird, schließlich werden in den Medien ja gerne und gerade die gegensätzlichen Zugänge der einzelnen Parteien zu bestimmten Themen in den Vordergrund gestellt. Die Antwort darauf wird Sie daher sicher überraschen: Gut 80% aller Beschlüsse in der Bezirksvertretung werden einstimmig gefällt. Ich finde, das sagt sehr gut aus, dass in Floridsdorf in den meisten Fragen Sachpolitik wichtiger ist als parteipolitisches Kalkül.

Wo sehen Sie Ihre Partei bei der Gemeinderatswahl 2020?

Ich möchte weiterhin Bezirksvorsteher bleiben und für die FloridsdorferInnen arbeiten und die SPÖ Floridsdorf soll weiterhin stark im Wiener Gemeinderat vertreten sein.

(Red.)

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