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Fisch essen mit reinem Gewissen: Greenpeace gibt Tipps

Greenpeace empfiehlt, auf heimischen Bio-Fisch zu setzen - etwa auf Forelle
Greenpeace empfiehlt, auf heimischen Bio-Fisch zu setzen - etwa auf Forelle ©Pixabay (Sujet)
Rund um den Aschermittwoch steht Fisch vielerorts hoch im Kurs - Heringsschmaus und Co. werden gerne genossen. Greenpeace empfiehlt, unbedingt auf Bio-Fisch aus der Region anstatt Meeresfisch zu setzen.
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Anlässlich des Aschermittwochs, an dem traditionell oft Fisch auf dem Teller landet, empfiehlt Greenpeace KonsumentInnen zu heimischem Fisch wie Karpfen oder Forelle zu greifen. Denn Meeresfisch ist akut bedroht.

Globales Problem: Überfischung

ÖsterreicherInnen verzehren rund acht Kilogramm Fisch pro Jahr - nur rund fünf Prozent davon werden in Österreich erzeugt, der Großteil stammt aus den Meeren. Das Problem dabei: Laut der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen sind knapp 90 Prozent der kommerziell genutzten Fischbestände bereits entweder bis an die Grenze genutzt oder überfischt. Zertifizierungen wie das MSC-Siegel können Nachhaltigkeit nicht garantieren und führen KonsumentInnen mit falschen Versprechen in die Irre.

MSC-Gütesiegel ist kein Garant für Nachhaltigkeit

"Viele Konsumentinnen und Konsumenten kaufen Produkte mit einem MSC-Gütesiegel, weil sie darauf vertrauen, dass sie nachhaltig gefangenen Fisch essen. Doch regelmäßig decken Umweltschutzorganisationen auf, dass MSC Fischerei-Flotten zertifiziert, die zerstörerische Fangmethoden nutzen und in überfischten Gewässern fischen", betont Lisa Panhuber, Konsum-Expertin von Greenpeace in Österreich.

Das Vorsorgeprinzip für Nachhaltigkeit wird verletzt, denn die Zertifizierung wird auch an Fischereien vergeben, die nur einigen Standards gerecht werden und die Absicht bekunden, die Fischerei in Zukunft zu verbessern. Zudem ist eine hohe Beifangquote kein Ausschlusskriterium beim MSC. In mehreren Fällen wurde nachgewiesen, dass MSC-zertifizierte Fischereien etwa für den Tod tausender Delfine verantwortlich sind.

Greenpeace empfiehlt heimischen Fisch statt Meeresfisch

Wer sich umweltbewusst ernähren möchte, jedoch nicht ganz auf Fisch verzichten will, dem empfiehlt Greenpeace heimischen Bio-Fisch. Lisa Panhuber: "Nur wenn insgesamt weniger Meeresfisch konsumiert wird, können wir gefährdete Fischarten schützen und die Ökosysteme im Meer vor dem Kollaps bewahren. Friedfische aus der Region wie der Karpfen sind die umweltfreundlichste Wahl für den Aschermittwoch-Fisch."

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