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Fastenmonat Ramadan beginnt unter umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen

Am Dienstag beginnt der Ramadan.
Am Dienstag beginnt der Ramadan. ©APA/HANS KLAUS TECHT
Unter umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen beginnt am kommenden Dienstag (13. April) für die muslimische Gemeinschaft der Fastenmonat Ramadan.

Vorgesehen ist das konsequente Einhalten von Sicherheitsabständen, das verpflichtende Tragen einer FFP2-Maske und die Verwendung eigener Gebetsteppiche sowie die regelmäßige Testung des Moscheepersonals. Einrichtungen, die die Einhaltung dieser Maßnahmen nicht gewährleisten können, wird eine Schließung dringend empfohlen.

Leitfaden: "Sicher durch den Ramadan"

Das sieht der aktuelle Leitfaden "Sicher durch den Ramadan" vor, über den die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) am Freitag in einer Aussendung berichtete. Die IGGÖ verwies darauf, dass sie bereits im März des vergangenen Jahres ein ausführliches Sicherheits- und Hygienekonzept für ihre rund 350 Moscheen österreichweit ausgearbeitet und seither regelmäßig überarbeitet habe. Die Bildung von Corona-Clustern in Moscheen habe damit bisher verhindert werden können.

"Der Schutz und die Gesundheit unserer Mitmenschen haben für uns weiterhin absolute Priorität. Den Fastenmonat Ramadan begehen wir daher unter größtmöglichen Sicherheitsvorkehrungen", so IGGÖ-Präsident Ümit Vural. Schließlich liegt es auch im Interesse der Glaubensgemeinschaft, "dass in unseren Gotteshäusern keine Ansteckungen stattfinden". Und Vural fügte hinzu: "Auf die Freude des gemeinschaftlichen Fastenbrechens in den Moscheen müssen wir in diesem Jahr folglich leider verzichten."

Förderung der Impfbereitschaft der muslimischen Community als Anliegen

Ein besonderes Anliegen der IGGÖ sei die Förderung der Impfbereitschaft der muslimischen Community, innerhalb derer kontroverse Debatten, was die Sicherheit und die Inhaltsstoffe der Corona-Schutzimpfung betrifft, geführt würden. "Der sicherste und effektivste Weg, sich selbst, unsere Mitmenschen und vor allem die am meisten gefährdeten Personen vor dem Coronavirus zu schützen, ist die Inanspruchnahme einer Schutzimpfung. Ich selbst werde mich daher aus einer solidarischen Haltung der Gesellschaft gegenüber jedenfalls impfen lassen", betonte Vural. Der theologische Beratungsrat der IGGÖ habe die Empfehlung, sich impfen zu lassen, bereits vor einigen Wochen ausgesprochen und hält nun auch ausdrücklich fest, dass der Erhalt einer Corona-Schutzimpfung das Fasten im Ramadan nicht bricht.

(APA/Red)

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