Fahndung nach entsprungenem Häftling in Floridsdorf dauert an

Der Häftling ist am 3. Mai entkommen.
Der Häftling ist am 3. Mai entkommen. ©APA/Fohringer/Justiz
Jener Häftling, der am Donnerstag aus dem Heeresspital in Floridsdorf entkommen ist, befindet sich weiterhin auf der Flucht. Der Mann sei "nur mit seinem Gewand am Körper unterwegs".
So gelang die Flucht
Vergewaltiger geflüchtet

Das berichtet Brigadier Erich Huber-Günsthofer von der Vollzugsdirektion Wien. Der Niederösterreicher sei 2011 wegen Vergewaltigung zu einer elfjährigen Haft verurteilt worden. Der Mann müsse “früher oder später irgendwo auftauchen”, da er nichts als die Kleidung an seinem Körper haben und keine Gelegenheit zum Untertauchen. Der Häftling sei vermutlich nicht gewalttätig und die Rückfallgefahr sei den Experten nach ‘moderat’.

Mehr Informationen will der Brigadier noch nicht herausgeben – ebenso wie am Donnerstag, als er sich VIENNA.AT gegenüber aus ermittlungstaktischen Gründen sehr bedeckt hielt. Aber so viel lässt sich der Polizeigeneral entlocken: “Er ist keiner, der sich wahllos Opfer sucht. Die weibliche Bevölkerung muss sich nicht ängstigen.”

Der 41-Jährige hätte noch zehn Jahre seiner Freiheitsstrafe zu verbüßen gehabt. Verurteilt worden war er wegen eines Sexualdelikts im Familienverband.

Häftling aus Mittersteig in Floridsdorf geflohen

Der Häftling saß eigentlich in der Justizanstalt Mittersteig ein und war während eines Besuches im Heeresspital in Floridsdorf geflohen. Er hatte sich beim Toilettenbesuch, bei dem der Wachbeamte nicht dabei gewesen war, aus einem Fenster im zweiten Stock gezwängt und sich vermutlich über eine Dachrinne aus dem Staub gemacht. Der Häftling trägt Zivilkleidung. Und die daaufhin folgende Großfahndung von Justizwache gemeinsam mit der Wiener Polizei, bei der auch sogenannte FLIR-Hubschrauber mit Wärmebildkamera zum Einsatz kamen, verlief ergebnislos. Allerdings will sich auch die Polizei nicht weiter dazu äußern.

Nachdem die Großfahndung nach dem entsprungenen Häftling in Floridsdorf erfolglos verlaufen war, nimmt die Polizei an jeder Dienststelle gerne Hinweise aus der Bevölkerung entgegen. (APA/Red.)

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