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Experte: Zweite Welle schon seit Juli da

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Laut dem Wiener Infektiologen Christoph Wenisch befinden wir uns schon in einer zweiten Welle. Dies treffe vor allem auf Wien zu.
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Innerhalb von 24 Stunden sind in Österreich am Mittwoch 327 Neuinfektionen mit dem Coronavirus hinzugekommen, mit 178 entfallen über 50 Prozent davon auf Wien.

Christoph Wenisch, der Leiter der Infektionsabteilung am Kaiser-Franz-Josef-Spital in Wien, war dazu am Mittwoch zu Gast im "Wien heute"-Studio. Und dabei versicherte der Infektiologe, dass die zweite Welle bereits "seit Juli" da ist.

Der Experte versucht dennoch zu beruhigen. Die Urlaubszeit sei vorbei, und es gelinge mittlerweile gut, die Infektionsketten nicht entstehen zu lassen. Wenisch befürchtet auch keine steigenden Infektionszahlen durch den Schulbeginn.  Es gebe "kaum eine Übertragung im Kindergarten und Volksschulen", so Wenisch.

Wiener Spitäler bereiten sich auf den Herbst vor

Die Wiener Spitäler bereiten sich auf den Herbst vor. In mehreren Phasen stehen Intensivbetten zur Verfügung.

Kurz erwartet Rückkehr zur Normalität bis Sommer 2021

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) rechnet in Sachen Corona-Pandemie in Österreich mit einer Rückkehr zur Normalität bis zum Sommer 2021. Zuvor aber erwartet der Regierungschef schwierige Monate im bevorstehenden Herbst und Winter. Diese Einschätzung wird er am Freitag bei seiner Erklärung im Kanzleramt darlegen, hieß es vorab aus dem Kanzleramt.

Der ÖVP-Obmann wird darauf hinweisen, dass die Pandemie voraussichtlich kürzer dauern werde, als viele Experten ursprünglich angenommen haben, hieß es aus dem Kanzleramt in einem Statement gegenüber der APA. Der Herbst und der Winter 2020 werden aber "herausfordernd" werden, so die Botschaft - besonders in den Ländern der nördlichen Hemisphäre, für die ab September 2020 die Herbst- und Wintermonate beginnen. Denn die bestehende Gefahr von COVID-19-Infektionen werde durch die "Koinzidenz mit der alljährlichen Grippewelle und die temperaturbedingte Verlagerung sozialer Aktivitäten in Innenräume zumindest vorübergehend wieder verschärft werden".

Weiteres Aufflammen

Für Österreich bedeute dies, dass sich das Land im Winter und Herbst 2020 "auf ein weiteres Aufflammen der COVID-19-Infektionen vorbereiten" muss, hieß es aus dem Kanzleramt. Auch werde mit einer "notwendigen temporären Verschärfung der Vorsichtsmaßnahmen" zu rechnen sein.

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