EU-Kommissarin fordert mehr Tempo bei Impfungen

EU-Kommissarin Stella Kyriakides fordert mehr Tempo.
EU-Kommissarin Stella Kyriakides fordert mehr Tempo. ©APA/AFP/POOL/ARIS OIKONOMOU
EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides fordert von den EU-Staaten mehr Tempo beim Impfen gegen das Coronavirus.

Jede verfügbare Impfstoffdosis solle genutzt werden, sagte Kyriakides am Dienstag nach einer Sitzung der EU-Gesundheitsminister. In einigen Staaten seien erst 50 Prozent der ausgelieferten Menge verimpft. "Jede Dose zählt", sagte Kyriakides. Die Mitgliedsstaaten müssten sich auch darauf vorbereiten, dass ab April die Liefermenge steige.

Corona-Impfstoff in der EU immer noch knapp

Die Gesundheitskommissarin steht selbst unter Druck, weil Impfstoff in der EU immer noch knapp ist. Sie sprach von bedauerlichen Produktionsproblemen. Doch sei man mit allen Herstellern im Gespräch, um die Liefermengen zu erhöhen.

EMA prüft AstraZeneca-Fälle

In der Debatte über den Corona-Impfstoff von AstraZeneca, der in einigen Staaten wegen der möglichen Gefahr von Blutgerinnseln vorerst nicht genutzt wird, verwies Kyrikaides auf die laufende Prüfung der EU-Arzneimittelbehörde EMA. Derzeit scheine es, als seien solche Zwischenfälle bei Geimpften nicht häufiger als in der Bevölkerung allgemein. Doch sei Vertrauen in die Impfstoffe von entscheidender Bedeutung. Deshalb werde man der für Donnerstag erwarteten Empfehlung der EMA folgen, betonte Kyriakides.

Für Mittwoch kündigte Kyriakides einen Vorschlag an, wie die 27 EU-Staaten in koordinierter Weise Pandemiebeschränkungen aufheben können. Denn die Erfahrung habe gezeigt, dass sich das Virus gemeinsam besser bekämpfen lasse. Kommissionschefin Ursula von der Leyen will den Plan zusammen mit Vorschlägen für ein EU-Impfzertifikat bei einer Pressekonferenz in Brüssel vorstellen.

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(APA/Red)

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