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Erneut Greifvogel vergiftet: Seeadler im Waldviertel verendet

In Niederöstererich wurde erneut ein toter Seeadler entdeckt.
In Niederöstererich wurde erneut ein toter Seeadler entdeckt. ©pixabay.com
Erneut wurde in Niederösterreich ein Greifvogel vergiftet. Diesmal traf es einen Seeadler, der im Waldviertel verendete. Er wurde im Bezirk Waidhofen a.d. Thaya entdeckt.
Toter Greifvogel im Bezirk Mistelbach
Giftköder in Gänserndorf

Ein im Waldviertel gefundener Seeadler ist vergiftet worden. Das rund fünf Jahre alte Weibchen war am 24. Jänner bei Rabesreith in der Stadtgemeinde Raabs a.d. Thaya (Bezirk Waidhofen a.d. Thaya) entdeckt worden. Nun wurde das Ergebnis der Untersuchung der Todesursache bekannt. “Das geschützte Tier starb durch das verbotene Nervengift Carbofuran”, teilte der WWF am Donnerstag mit.

Einer von 35 weiblichen Seeadlern

In ganz Österreich gibt es der Aussendung zufolge nur rund 35 erwachsene weibliche Seeadler. “Bei einem derart seltenen Vogel, der erst mit vier bis fünf Jahren geschlechtsreif wird und somit zum Fortbestand der Art betragen kann, wiegt jeder einzelne Verlust doppelt schwer”, sagte Christina Wolf-Petre vom WWF Österreich. “Das Auslegen von Giftködern torpediert die Artenvielfaltsbemühungen zur Wiederansiedlung seltener Greifvögel und ist auf das Schärfste zu verurteilen.”

Das tote Tier wurde von einem Jogger entdeckt, der auf einem Güterweg rund einen Kilometer von der tschechisch-österreichischen Grenze entfernt unterwegs war. Die Jägerschaft erstattete Anzeige und unterstützt laut Aussendung die Polizei bei der Aufklärung des Falls. Wo das Gift ausgelegt wurde, sei nicht bekannt, da keine Köder gefunden wurden.

Mehrere Greifvögel getötet

Zuletzt sind in Niederösterreich rund um Zistersdorf (Bezirk Gänserndorf) mehrere vergiftete Tiere – u.a. ein Seeadler, Rotmilane und Mäusebussarde – entdeckt worden. Im Bezirk Mistelbach soll ein Mäusebussard erschossen worden sein. WWF und Landesjagdverband ersuchen, bei Verdacht auf illegale Vergiftung oder Abschuss von Greifvögeln die Polizei zu verständigen. Hinweise können – auch anonym – außerdem unter 0664/925 50 70 (NÖ Landesjagdverband) oder 0676 444 66 12 (WWF-Hotline) gemeldet werden.

(APA/red)

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