Ehefrau in Wien-Donaustadt ertränkt: Prozess um Einweisung

Kurz vor Weihnachten 2018 soll der 53-Jährige seine Ehefrau ertränkt haben.
Kurz vor Weihnachten 2018 soll der 53-Jährige seine Ehefrau ertränkt haben. ©APA/HERBERT P. OCZERET
Ein Wiener Geschworenengericht beschäftigt sich am Freitag mit jenem 53-Jährigen, der seine Ehefrau in der Badewanne ertränkt haben soll. Es geht um eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher.
Mordalarm in Wien-Donaustadt
Seitensprung-Geständnis als Motiv
Vorwürfe gegen die Polizei
Einweisung beantragt

Am Freitag wird sich ein Wiener Geschworenengericht mit einem 53-Jährigen beschäftigen müssen, der kurz vor Weihnachten seine Ehefrau in der Badewanne ertränkt haben soll. Der pensionierte Krankenpfleger ist aufgrund einer paranoiden Schizophrenie zurechnungsunfähig und damit nicht schuldfähig. Die Staatsanwaltschaft hat eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher beantragt.

53-Jähriger bildete sich ein, Frau würde ihn betrügen

Durch seine Geisteskrankheit hatte der Betroffene den Wahn, seine Frau würde eine außereheliche Affäre unterhalten. Er kontrollierte sie, stellte sie immer wieder wegen ihres angeblichen Fremdgehens zur Rede. Am 23. Dezember 2018 soll die Frau während eines Streits im Bad im Haus in der Donaustadt zugegeben haben, mit einem anderen Mann Sex gehabt zu haben, meinte er vor der Polizei. Da soll der Mann sie gestoßen haben. Anschließend ließ sich die Frau ein Bad ein, legte sich in die Wanne und schrie ihren Mann an. Da hat er sie laut Staatsanwaltschaft unter Wasser gedrückt. Mit einer Haarschere hatte der 53-Jährige der zu diesem Zeitpunkt noch lebenden Frau auch einen Schnitt am Handgelenk zugefügt. Möglicherweise wollte er damit einen Suizid vortäuschen.

(APA/Red)

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