Echo 2014: Das waren die großen Gewinner der Verleihung

Helene Fischer ist die große Gewinnerin des Abends.
Helene Fischer ist die große Gewinnerin des Abends. ©EPA
Es war der Abend der Helene Fischer: Bei der Echo-Verleihung am Donnerstag in Berlin staubte die Schlagersängerin gleich zwei Trophäen ab. Über zwei dutzend Preise hatte die Deutsche Phonoakademie zu vergeben - mehr als in die dreistündige Gala am Abend hineinpassten. Unter den Prämierten war auch die österreichische Pop-Sängerin Christina Stürmer.
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Helene Fischer kommt nach Wien

Während der Gala, die Helene Fischer auch moderierte, erhielt die 29-Jährige den Musikpreis in den Kategorien Album des Jahres und Deutschsprachiger Schlager.  Pop-Sängerin Christina Stürmer erhielt den “Radio-Echo”.

Den Start in den Abend machte Gastgeberin Fischer gleich selbst, die auch mit eigenwilligen Kostümen auffallen sollte. Singend und in eine Art weißen Badeanzug gekleidet eröffnete sie die Gala. Später moderierte sie in einem schwarzen, vom Po abwärts durchsichtigen Zweiteiler Künstler und Laudatoren an und ab – und heimste nebenbei die Echos Nummer sieben und acht ihrer Karriere ein. “Ich fühle mich wahnsinnig geehrt, dass ich heute zwei Echos mit nach Hause nehmen kann”, sagte sie.

Große Dankesreden in Berlin

Der Echo für die beste deutsche Künstlerin ging an die Sängerin Ina Müller. Sie bedankte sich mit der deftigsten Dankesrede des Abends. “Damit ist der Pop endgültig in den Wechseljahren angekommen. Ich freu’ mich”, sagte die 48-Jährige. Anschließend bedankte sie sich bei ihren Plattenbossen dafür, “dass Ihr mir nie auf den Sack gegangen seid und dass ich nie mit euch schlafen musste”.

In ähnlich pikante Worte packte an diesem Abend nur noch die Band The BossHoss ihre Freude über die Auszeichnung als Beste Gruppe Rock/Pop National. “Wir haben uns viele Jahre den Arsch platt gesessen, so wie Ihr. Aber heute hat es sich gelohnt”, sagte BossHoss-Sänger Alec Völkel in Richtung des Publikums. “Wir saufen die Bar leer heute, versprochen”, kündigte er an.

Tim Bendzko als bester männlicher Künstler

Als besten männlichen deutschen Künstler ehrte die Jury den Sänger Tim Bendzko. Er ließ damit die Mit-Nominierten Peter Maffay, Xavier Naidoo, Reinhard Mey und Adel Tawil hinter sich. Zumindest Tawil musste an dem Abend aber auch nicht leer ausgehen: Nach fast 20 Jahren im Musikgeschäft bekam er für seine erste Solo-Platte am Donnerstag ausgerechnet den Newcomer-Echo. “So richtig Newcomer bin ich natürlich nicht”, scherzte Tawil. Daher teile er die Auszeichnung mit den übrigen vier Nominierten.

Als beste internationale Musiker ehrte die Echo-Jury zwei Briten: Sängerin Birdy und Pop-Star Robbie Williams. Birdy zeigte sich geehrt von dieser “großen Überraschung”. Williams schickte seine Dankesworte per Video-Botschaft, er war nicht zur Preisverleihung gekommen.

Internationale Stars beim Echo

Für ihr Lebenswerk ehrte die Phonoakademie das Schweizer Duo Yello. Mit der Erfindung des Samples hätten die beiden Künstler Dieter Meier und Boris Blank die Popmusik revolutioniert, beschrieb Moderatorin Fischer. Yello bedankten sich für den Preis mit einer Kostprobe der eigenen Kunst: Ausgestattet mit Aufnahmegerät und der eigenen Stimme mischte das Duo binnen kürzester Zeit ein Sample zusammen.

Seit 1992 vergibt die Phonoakademie jedes Jahr ihren begehrten Musikpreis. Zu der Echo-Gala waren auch zahlreiche internationale Musikstars gekommen, etwa James Blunt, Kylie Minogue oder Shakira.

Die Gewinner 2014 im Überblick:

Album des Jahres: Helene Fischer

Künstler Rock/Pop National: Tim Bendzko

Künstler Rock/Pop International: Robbie Williams

Künstlerin Rock/Pop National: Ina Müller

Künstlerin Rock/Pop International: Birdy

Gruppe Rock/Pop National: The BossHoss

Gruppe Rock/Pop International: Depeche Mode

Deutschsprachiger Schlager: Helene Fischer

Volkstümliche Musik: Santiano

Hip-Hop/Urban National: Max Herre

Hip-Hop/Urban International: Eminem

Electronic Dance Music National/International: Avicii

Rock/Alternative National: Sportfreunde Stiller

Rock/Alternative International: Volbeat

Crossover National/International: Lindsey Stirling

Newcomer National: Adel Tawil

Newcomer International: Beatrice Egli

Hit des Jahres: Avicii

Musik-DVD/Blu-Ray-Produktion National: Die Ärzte

Produzent/Produzentin/Produzententeam National: Jean Frankfurter

Live-Act National: Die Toten Hosen

Würdigung des Lebenswerkes: Yello

Bestes Video National: Y-Titty

Radio-ECHO: Christina Stürmer

Kritikerpreis National: DJ Koze

(APA/Red.)

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