Dressurreiter Pepo Puch erringt bei Paralympics Silber

Pepo Puch darf bereits auf mehrere Top-3-Platzierungen bei Paralympics zurückblicken.
Pepo Puch darf bereits auf mehrere Top-3-Platzierungen bei Paralympics zurückblicken. ©Behrouz MEHRI / AFP (Symbolbild)
Der Dressurreiter Pepo Puch hat am Montag den nächsten zweiten Platz für Österreichs Paralympics-Mannschaft in Tokio eingefahren. Es war seine zweite Silbermedaille.
Puch holt erste Medaille

Der in Graz geborene Wahl-Schweizer musste sich in der Grade II im Freestyle auf Sailor's Blue mit 81,007 Prozentpunkten unter acht Teilnehmern erneut nur dem Briten Lee Pearson (Breezer/82,447) geschlagen geben. Bronze ging mit Georgia Wilson (Sakura/76,754) ebenso an Großbritannien. Es ist das gleiche Resultat wie im ersten Bewerb.

Puch schaffte bei Paralympics schon mehrere Top-3-Platzierungen

Puch freute sich über seine insgesamt bereits sechste Medaille auf Paralympics-Ebene. Sowohl 2012 in London als auch 2016 in Rio de Janeiro holte der nun 55-Jährige Gold, dazu in England auch Bronze und in Brasilien Silber. Österreichs Team hat bei den Paralympics in Tokio nun bereits drei Mal Silber geholt: Neben den beiden zweiten Plätzen durch Puch hatte auch Triathlet Florian Brungraber seine Leistung "versilbert".

"Es war ein phänomenaler Ritt, einfach fantastisch. Ich könnte vor lauter Freude über unsere Leistung einen Rückwärtssalto machen", jubelte Puch. Die Farbe des Edelmetalls war ihm da gar nicht so wichtig. "Als Reiter strebe ich nach der perfekten Harmonie mit meinem Pferd, und heute kann ich wirklich sagen, dass wir es nicht hätten besser machen können", so der gebürtige Grazer nach seiner Performance zur langsamen Jazz-Nummer Rhapsody Blue.

Puch mit halbem Dutzend Paralympics-Medaillen

Dass er seine bereits sechste paralympische Medaille ausgerechnet am Jahrestag seines folgenschweren Unfalls bei einer Vielseitigkeitsprüfung gewann, war nur eine Randnotiz. "Ich hatte ein Leben vor dem Unfall, das total lässig war. Aus der Obersteiermark in die große Welt und auf alle wichtigen Turniere, bis hin zu den Olympischen Spielen. Dann hatte ich den Unfall. Natürlich ist mein Leben jetzt ein anderes, aber es ist auch lässig. Ich bin froh und glücklich, dass ich all das erleben darf", hat der gelernte Rauchfangkehrer mit seiner Geschichte auch schon viele Menschen inspiriert. Er sehe das Datum, das sonst nicht präsent sei, nicht als "Schicksalstag". "Das Wichtigste bei einer Verletzung oder Krankheit ist, dass man es annimmt und sich mit der Situation auseinandersetzt."

Sciancalepore schaffte bei Paralympics Rang sieben

Sehr zufrieden war auch die zweite ÖPC-Dressur-Reiterin im Einsatz, Julia Sciancalepore: Mit Heinrich IV holte die Kärntnerin in der Kür 71,060 Prozentpunkte und somit den 7. Platz im Finale. "Ein paar Stunden vor dem Bewerb hatte ich ein kleines mentales Down, es war irgendwie alles durcheinander. Mit der Hilfe des Teams habe ich mich dann beruhigt und fokussiert."

Bereits zuvor war der Niederösterreicher Andreas Ernhofer in seinem Schwimm-Vorlauf über 200 m Kraul in 3:39,44 Minuten Siebenter und Gesamt-14 geworden. "Ich habe alles rausgeholt, bin ans absolute Limit gegangen", sagte Ernhofer, der noch über 50 m Kraul und 50 m Rücken antreten wird.

(APA/Red)

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