Drei Banküberfälle in Wien: Cobra nahm Täter in Fast Food Lokal fest

Für einen Bankräuber klickten in Simmering die Handschellen
Für einen Bankräuber klickten in Simmering die Handschellen ©APA (Sujet)
Der Wiener Polizei gelang es, drei Banküberfälle zu klären - die allesamt auf das Konto eines Mannes gehen. Beamte der Spezialeinheit Cobra nahmen einen Verdächtigen im Garten eines Fastfood-Restaurants in Simmering fest, der eine Bank in Donaustadt einmal und eine weitere in Wien-Wieden zwei Mal heimgesucht haben soll. Die Beamten ließen ihn noch fertig essen, dann klickten die Handschellen.
Der Coup in Donaustadt
Überfall in Wieden

Am Sonntag kurz vor 9:30 Uhr in der Früh nahmen die Beamten den Mann, der dreier Banküberfälle verdächtig ist, vor dem Fastfood Lokal in der Simmeringer Hauptstraße fest. “Er hat seine Speisen zu sich genommen, dann durfte er noch zahlen, dann haben wir zugegriffen”, sagte Cobra-Einsatzleiter Thomas Pinkel am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien. Der Mann zeigte sich geständig – Motiv für die Taten dürfte Spielsucht gewesen sein.

Fahndungsfoto führte Cobra zu Bankräuber

Der auffallend schlanke und große Verdächtige wurde in Niederösterreich auf einem Fahndungsfoto erkannt. Das Landeskriminalamt verständigte daraufhin die Kollegen in Wien, die den Verdächtigen bald ausforschen konnten. Am Samstagabend legte sich die Cobra schließlich in der Nähe der Wohnung auf die Lauer, am Sonntag in der Früh erfolgte schließlich der Zugriff. “Der Verdächtige ist geständig, das Motiv war seine Spielsucht”, sagte Robert Klug vom Landeskriminalamt Wien.

Die drei Banküberfälle in Wien

Der 32-jährige Österreicher soll am 9. Jänner 2013 eine Bank in der Wagramer Straße in Wien-Donaustadt sowie am 13. Februar und 6. Mai dasselbe Geldinstitut in der Wiedner Hauptstraße in Wien-Wieden gleich zwei Mal überfallen haben, dabei wurde er stets von Überwachungskameras gefilmt. In allen drei Fällen bedrohte der 32-Jährige die Angestellten mit einer schwarzen Waffe und forderte die Herausgabe von Bargeld. Anschließend flüchtete der nur mit einer Haube Maskierte zu Fuß mit der Beute. Bei den Überfällen wurde niemand verletzt.

“Bewaffnet war er mit einer Gaspistole”, sagte Michael Mimra vom LKA. Der Verdächtige gab bei seiner Einvernahme allerdings an, dass diese bei den Straftaten nicht geladen gewesen ist. Bei den Delikten wurde auch niemand verletzt. Nach den Überfällen flüchtete der 32-Jährige zuerst zu Fuß, später setzte er sich dann in ein Taxi.

Das geschah mit der Beute

Neben seiner Spielsucht hat der Verdächtige das Geld auch für Suchtgift und elektronische Artikel ausgegeben. “Von der Beute ist nichts mehr übrig”, sagte Klug. Deshalb gingen die Beamten auch davon aus, dass der Mann in der nahen Zukunft neuerlich eine Bank überfallen hätte können. Bei seiner Festnahme war der 32-Jährige nicht bewaffnet und leistete auch keinen Widerstand.

(apa/red)

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