Die Chronologie des Krieges Russlands gegen die Ukraine

Zerstörung und Chaos herrschen in der Ukraine seit der russischen Invasion.
Zerstörung und Chaos herrschen in der Ukraine seit der russischen Invasion. ©AP Photo/Serhii Nuzhnenko
Am 24. Februar begann die russische Invasion in der Ukraine. Seitdem leisten die Ukrainer zähen Widerstand. Hier eine Chronologie der Ereignisse.
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Friedensverhandlungen zwischen Kiew und Moskau

Mit der Invasion in sein Nachbarland hat Russland massive Gegenreaktionen des Westens heraufbeschworen. Die Ukraine stemmt sich gegen die Angreifer. Eine Chronologie:

Die Chronologie des Krieges Russlands gegen die Ukraine

21. Februar: Russlands Präsident Wladimir Putin erkennt die selbst ernannten Volksrepubliken Luhansk und Donezk im Osten der Ukraine als unabhängige Staaten an, tags darauf stimmt auch die Staatsduma zu. Russische Soldaten sollen in die Separatistengebiete entsandt werden. Der Westen wirft dem Kremlchef vor, gegen Völkerrecht zu verstoßen.

22. Februar: Die EU-Mitglieder nehmen mit Strafmaßnahmen vor allem den russischen Finanzsektor ins Visier. Die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 wird von der Bundesregierung für unbestimmte Zeit auf Eis gelegt. Auch die USA und weitere Verbündete kündigen Sanktionen gegen Russland an.

23. Februar: Die Ukraine rüstet sich für einen Krieg: Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigt die Teilmobilmachung von Reservisten an, ein Ausnahmezustand für 30 Tage wird verhängt. Die Separatistenführer in der Ostukraine bitten den Kreml um militärische Hilfe.

24. Februar: Der Krieg beginnt. Russische Panzer stoßen ohne Kriegserklärung in die ehemalige Sowjetrepublik vor, es gibt Luftangriffe im ganzen Land. Selenskyj ruft den Kriegszustand aus und ordnet die allgemeine Mobilmachung an. Die NATO aktiviert Verteidigungspläne für Osteuropa, schließt aber eine militärische Unterstützung der Ukraine weiter aus.

25. Februar: Russlands Armee dringt bis vor die Hauptstadt Kiew vor. Der Kreml begrüßt Selenskyjs Angebot, über einen neutralen Status der Ukraine zu verhandeln. Eine gegen Russland gerichtete Resolution scheitert wegen des Vetos aus Moskau im UN-Sicherheitsrat. China enthält sich.

26. Februar: Der Kampf um Kiew und andere Städte ist in vollem Gang. Deutschland liefert nun doch Waffen aus den Beständen der Bundeswehr an die Ukraine. Die westlichen Verbündeten beschließen den Ausschluss russischer Geldhäuser aus dem Banken-Kommunikationsnetzwerk Swift.

27. Februar: In der Ukraine gibt es heftige Kämpfe etwa um Kiew und Charkiw. Der deutsche Kanzler Olaf Scholz kündigt eine Aufrüstung der Bundeswehr um 100 Milliarden Euro an. Der komplette Luftraum über den EU-Staaten ist für russische Flieger gesperrt. Putin versetzt die Abschreckungswaffen der Atommacht in Bereitschaft.

28. Februar: Trotz weiterer Gefechte sprechen Moskau und Kiew erstmals seit Beginn des Krieges offiziell miteinander. EU und USA verbieten Geschäfte mit der russischen Zentralbank, ihre Vermögenswerte werden eingefroren. Russland wird von europäischen und internationalen Fußball-Wettbewerben ausgeschlossen, russische und belarussische Sportler sollen nach dem Willen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) nicht mehr bei Wettbewerben starten.

1. März: Moskau verübt schwere Attacken auf Charkiw. Der Fernsehturm in Kiew nahe der Holocaust-Gedenkstätte Babyn Jar wird mit Raketen angegriffen. Ein kilometerlanger russischer Militärkonvoi steuert auf die Hauptstadt zu. Selenskyj verlangt in einem Appell an das Europaparlament die Aufnahme seines Landes in die EU. Die USA wollen ihren Luftraum für russische Flugzeuge schließen. Die Türkei sperrt ihre Meerengen ins Schwarze Meer für russische Kriegsschiffe. Nach UN-Angaben sind mehr als 835 000 Menschen aus der Ukraine geflohen.

2. März: Geplant ist eine zweite Gesprächsrunde zwischen Russland und der Ukraine. Es gibt weitere Kämpfe um Kiew, Charkiw und Cherson. Die EU setzt den Swift-Ausschluss sieben russischer Finanzinstitute in Kraft. Die 1000 Panzerabwehrwaffen und 500 Boden-Luft-Raketen aus Deutschland sind der Ukraine übergeben worden. Die EU-Staaten einigen sich auf neue Sanktionen gegen Russlands Verbündeten Belarus.

(APA/Red)

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