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Der Naschmarkt

Auf dem Naschmarkt findet man ein buntes und breit gefächertes Warenangebot.
Auf dem Naschmarkt findet man ein buntes und breit gefächertes Warenangebot. ©APA
Er ist der Markt in Wien: die größte Auswahl, die meisten Nationen und auch die meisten Touristen finden sich nur am Naschmarkt. Hier ein Überblick.

Na klar steht der Naschmarkt in einer Auflistung Wiener Märkte ganz oben. “Aber der Naschmarkt”, werden einige sagen, “ist doch mittlerweile nur noch was für Snobs, Yuppies und Touristen.” Mag sein, dass sich deren einige dort finden, doch die Überhand haben alle drei zusammen längst noch nicht gewonnen.

Vielmehr dominieren die Anwohner der Bezirke vier bis sechs das Bild, das im Ganzen durch und durch von Internationalität geprägt ist – auf der Käufer- wie auf der Verkäuferseite. Geschäftsmänner und -frauen finden sich auf dem Naschmarkt aus den Ländern Italien, Türkei, Griechenland, Bulgarien, Marokko, Ägypten, Iran, Indien, Pakistan, China, Japan und natürlich Österreich.

Das Angebot am Naschmarkt

Der Naschmarkt, an dessen Stelle schon vor dreihundert Jahren Bauernwaren (vor allem Milch) verkauft wurde, und der etwa zur Jahrhundertwende sein heutiges Gesicht erhielt, teilt sich in zwei Bereiche, in der Mitte getrennt durch die Schleifmühlgasse: Im unteren, dem Karlsplatz näheren Bereich, gibt es zwei “Gassen”. Auf der Seite der rechten Wienzeile sind, wie auch im oberen Teil des Naschmarktes, die klassischen “Standln” zu finden, mit Obst, Gemüse, Backwaren, Fisch oder Fleisch im Angebot.

Die andere Gasse beherbergt zahlreiche Imbissmöglichkeiten, Lokale oder ausgereifte Restaurants in den verschiedensten Richtungen. Für die Mittagspause oder ein gemütliches Essen zu zweit finden sie hier weit mehr Möglichkeiten, als man einem “Markt” zugetraut hätte: Deftig-österreichische Fleischspezialitäten genauso wie ein indisches, ein italienisches und ein marrokanisches Lokal, drei Sushi-Lokale, die berühmte “Palatschinken-Kuchl”, diverse Cafés, ein Fischrestaurant, zwei Käsebars und Feinkost aus der Türkei, aus Italien und aus Österreich sind hier auf dem Naschmarkt zu finden.

Auch einen Vorbeigang an Leo Strmiskas Stand, in dem er höflich und wortgewandt Gurken und Sauerkraut anbietet, darf man sich nicht entgehen lassen. Wem das nicht genügt, der begibt sich in den oberen Teil des Naschmarktes und findet dort abermals Cafés, ein türkisches und ein italienisches Lokal und die beiden In-Lokale “do-an” und “Deli”, die besonders junge Gäste durch ein ausgefallenes Angebot, köstliche Küche und sehr einfallsreiche Einrichtung anlocken.

Mehr Angebot:
Wer nun glaubt, am Naschmarkt bekomme man nur Essbares, auch der hat sich geirrt: In einem der vier Asia-Shops im unteren Teil ist allerlei asiatischer Schnickschnack zu bekommen, vom Räucherstäbchen bis zum Wok, aber natürlich auch ausgefallene asiatische Spezialitäten; sogar asiatisches Kunsthandwerk, Stoff- und Holzschnitzarbeiten werden im oberen Teil vom Naschmarkt angeboten. Weiters gibt es Gewürze an fast jedem der Obst- und Gemüsestände und, sehr empfehlenswert, beste internationale Tees im Geschäft der Familie Dogan. Zum Drüberstreuen finden sich am oberen Ende, bei der Kettenbrückengasse, auch noch einige Straßenhändler mit Uhren, Brillen, Taschen, Wasserpfeifen, Räucherstäbchen, Schmuck, Ferngläsern, Taschen, Tüchern und vielem mehr im Angebot.

Zu ebendiesen gesellen sich am gesamten Samstag noch weitere 30 Bauernstände und der größte Wiener Flohmarkt bei der U4-Station Kettenbrückengasse. Dann ist dort und am übrigen Markt allerdings so viel Rummel, daß man seine Einkäufe in Ruhe schon um 9 Uhr früh erledigt haben sollte.

Naschmarkt – Öffnungszeiten und Erreichbarkeit

Öffnungszeiten: Generell herrscht unter der Woche am Nachmarkt bis etwa zehn Uhr Vormittags noch angenehme Ruhe, doch ab halb elf strömen, vor allem im Sommer, unaufhaltsam Touristengruppen auf das bezaubernde Areal. Ein geruhsamer Einkauf ist zwischen halb elf und drei Uhr nachmittags unmöglich. Die Öffnungszeiten der meisten Stände auf dem Naschmarkt sind Mo – Fr, 6:00 bis 18:30 Uhr und Sa 6:00 bis 17:00 Uhr, die Lokale bis 22:00 Uhr.

Erreichbarkeit: U4 Karlsplatz oder Kettenbrückengasse, Bus 59A Bärenmühldurchgang, Bus 57A Getreidemarkt, auch von der Oper nur 5, 6 Min. zu Fuß. -> Stadtplan

Resümee: Niemandem kann empfohlen werden, etwas “ganz bestimmtes” am Naschmarkt zu suchen, denn jeder, der es versuchen wird, stolpert unweigerlich über einen oder mehrere der 172 Stände, Geschäfte und Lokale. Daher: zumindest eine dreiviertel Stunde Zeit nehmen, um die unvergleichliche Atmosphäre und den Geruch aus frischem Obst, Gewürzen, bratendem Fleisch und frischgebackenem Brot aufzusaugen. Zum Abschluß noch das Zitat eines deutschen Gastes zum Naschmarkt: “Ach, hier gibt’s ja so viel, das nächste Mal kommen wir mit dem LKW!”

UPDATE: Hier finden Sie alle Infos über Märkte in Wien.

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