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Covid-19: Zuwachsraten in Österreich sinken und Testungen steigen

Die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt sich in Österreich.
Die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt sich in Österreich. ©APA/HANS PUNZ
Derzeit verlangsamt sich die Verbreitung des Coronavirus in Österreich. Der Anstieg von 2.203 auf 2.664 Fälle im Zeitraum von 24 Stunden bis Samstag 8.00 Uhr bedeutet eine Zuwachsrate von rund 21 Prozent. Am Samstag vergangener Woche waren es beispielsweise noch über 40 Prozent.
Aktuelle Infektionen in Österreich
2.814 Fälle am Samstagnachmittag

Alarmierend ist aber die Entwicklung in Italien: Binnen 24 Stunden starben hier 793 Personen an den Folgen von COVID-19.

Acht bestätigte Coronavirus-Todesfälle in Österreich

Was die Todesfälle in Österreich betrifft, so sind im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 laut Ministerium acht bestätigt. Drei in Wien, drei in der Steiermark und je einer in Nieder- und in Oberösterreich. Auch im Burgenland gab es einen ersten Todesfall, der vom Gesundheitsministerium aber bisher noch nicht bestätigt wurde. Bei den Neuansteckungen bezeichnete Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) die Entwicklung in Österreich als "stabil", gab jedoch zu bedenken, dass in der kommenden Woche eine weitere deutliche Verringerung notwendig sei.

Anzahl der Testungen erhöht

Eine Steigerung ist hingegen bei der Anzahl der Testungen vonnöten - und auch hier stimmt der kurzfristige Trend: Laut Gesundheitsministerium wurden in Österreich bis Samstag 18.545 Testungen durchgeführt (Stand: 8.00 Uhr) - ein Zuwachs auf 2.932 Testungen innerhalb von 24 Stunden wurde hier vermeldet.

Es wird auch weiterhin versucht, der Aufforderung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nachzukommen, die Zahl der Tests deutlich zu erhöhen Der Abteilungsleiter für übertragbare Erkrankungen im Gesundheitsministerium, Bernhard Benka verwies im ORF-Ö1-Mittagsjournal auf den Umstand, dass "kommerzielle Hersteller immer mehr validierte Test-Kits auf den Markt bringen" - nachdem aktuell aber noch Mangel herrscht, gehe es derzeit darum, vor allem das Krankenhauspersonal verstärkt zu testen.

Coronavirus in Oberösterreich und Tirol besonders dominant vertreten

Im Bundesländervergleich dominiert das Virus SARS-Covid-19 inzwischen Oberösterreich. Das geht aus dem amtlichen "Dashboard COVID19" des Gesundheitsministeriums hervor, das seit Samstagnachmittag wieder in vollem Umfang alle 15 Minuten die aktuelle Entwicklung in Österreich online abrufbar macht (https://info.gesundheitsministerium.at/). Die hier angeführten Zahlen vereinen die Ergebnisse der landesweiten Labortests, laut Ministerium werden hier die Entwicklungen bis auf die Bezirksebene abgebildet.

Tirol weist laut den Zahlen von 20.30 Uhr inzwischen 578 Fälle auf. Das Bundesland hat am Samstagabend alle Personen, die sich in der Woche vom 8. bis 15. März in Bars und Apres-Ski-Lokalen im Zillertal aufgehalten haben, aufgerufen, auf den Gesundheitszustand zu achten und bei Symptomen die Gesundheitsberatung 1450 zu kontaktieren. Der Grund: 32 positive Coronavirus-Tests, die im Zillertal bisher bekannt sind und die erschwerte Nachverfolgung etwaiger Kontaktpersonen.

Weitere Rückholung von österreichischen Touristen aus dem Ausland

Neues gibt es bei den Rückholungen der Österreicher im Ausland: Am Samstag in der Früh kam bereits ein weiterer Flug aus Hurghada mit 175 Rückkehrern retour. Ein weiterer Hurghada-Flug sowie je ein Flug aus Teneriffa und Palma de Mallorca waren ebenfalls für den Samstag angesetzt, berichtete das Außenministerium. Morgen Sonntag finden Flüge aus Kapstadt und Kairo statt und am Montag dann ein Flug aus Washington DC, für den die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen.

Zugenommen haben im Inland die Regelverstöße gegen das Covid-19-Maßnahmengesetz, die Zahl der Anzeigen stieg am Samstag auf über 800, rund 400 waren es in Tirol. Die Bundesregierung plant indes voraus und hat für den Kampf gegen das Coronavirus weitere 22 Millionen Euro für Forschung zur Verfügung gestellt. Finanziert werden sollen damit vor allem klinische Studien zur Erprobung von Medikamenten und Wirkstoffen gegen die Covid-19-Erkrankung und Forschungsprojekte, um Spitäler keimfrei zu halten.

Europa wird zum weltweiten Epizentrum der Pandemie

International ist die Situation unverändert: Europa inklusive der EU wird mit aktuell rund 120.000 Erkrankungen und über 6.000 Todesfällen immer stärker zum weltweiten Epizentrum der Pandemie. Die Bilanz der Todesopfer kletterte in Italien heute auf über 4.800 Personen, die Zahl der Infizierten auf über 42.000. Und auch in Spanien spitzt sich die Lage zu.

(APA/Red)

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