Coronavirus: Leasing-Raten können Problem werden

Besonders Autos sind beliebte Leasing-Objekte.
Besonders Autos sind beliebte Leasing-Objekte. ©pixabay.com
Leasingunternehmen entscheiden in der Coronakrise von Fall zu Fall, ob Leasingraten gestundet werden können. Das Volumen aller Leasingverträge in Österreich beträgt 26 Milliarden Euro.

In der Coronakrise können viele Leasingnehmer ihre Raten nicht bedienen und die Anfragen bei Leasingunternehmen wegen Stundungen sind enorm. Das bestätigte der Generalsekretär des Verbandes der Leasing-Gesellschaften, Wolfgang Steinmann, im Ö1-Morgenjournal am Freitag. "Die Mitarbeiter verzeichnen in den letzten drei Wochen pro Tag tausende von Anfragen von Kunden", berichtete er.

Das Volumen aller Leasingverträge in Österreich mache 26 Mrd. Euro aus, weil ja nicht nur Fahrzeuge, sondern auch Maschinen, Computer, Gebäude, EDV-Anlagen oder Möbel geleast würden. "Rechnet man Mobilien und Immobilien dazu, dann sind das mehr als 770.000 Wirtschaftsgüter im Wert von 26 Milliarden Euro."

Stundungen von Leasing von Fall zu Fall entschieden

"Die Stundungen als solche werden von Leasingunternehmungen durchaus durchgeführt. Das geht derzeit bis zu drei Monaten", sagte Steinmann. Allerdings werde das von Fall zu Fall von den jeweiligen Unternehmen entschieden, weil Leasingverträge unterschiedlich seien. Leasingnehmer, die nicht wissen, wie sie ihre Raten bezahlen können, sollten sich an ihre Leasinggesellschaft wenden, rät Steinmann. Manche Unternehmen hätten wegen der erhöhten Anfrage extra Personal aufgenommen.

Ein gesetzliches Moratorium für Leasingraten wie bei Krediten erachtet Steinmann als schwierig: Leasing hätte gegenüber einem Kredit eigene Spezifikationen. Eine Frage sei: "Was würde rückwirkend mit bereits bestehenden Stundungsvereinbarungen passieren?"

(APA/red)

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