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Coronavirus am Wiener SMZ Ost: Gynäkologie nach Infektion gesperrt

Coronavirus: Die Gynäkologische Abteilung am Wiener SMZ Ost ist gesperrt.
Coronavirus: Die Gynäkologische Abteilung am Wiener SMZ Ost ist gesperrt. ©APA/HANS PUNZ
Eine Patientin hat am Wiener Donauspital (SMZ Ost) mehrere Mitarbeiter und andere Patienten mit dem Coronavirus angesteckt. Die betroffene Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie wurde gesperrt.
Mitarbeiter und Patienten mit Covid-19 infiziert

Wie am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz verkündet wurde, sind am Wiener Donauspital sowohl andere Patienten als auch Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die betroffene Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie wurde gesperrt.

28 Mitarbeiter des SMZ Ost in Quarantäne - Kreißsäle geschlossen

Seitens des Krankenanstaltenverbunds (KAV) wurde auf APA-Anfrage präzisiert, dass vier Patientinnen und vier Spitalsmitarbeiter an Covid-19 erkrankt sind. Sie befinden sich in Quarantäne, die Krankheit soll durchwegs einen milden Verlauf zeigen. Für das Spital - nach dem AKH das zweitgrößte in Wien - hatten die Infektionen einschneidende Folgen. Insgesamt 28 Mitarbeiter wurden nach Hause in Quarantäne geschickt, Kreißsäle wurden geschlossen, unmittelbar bevorstehende Operationen mussten in andere Krankenhäuser verlegt werden.

Schwangere, deren Geburtstermin unmittelbar bevorsteht, müssten sich keine Sorgen machen, beruhigte ein KAV-Sprecher. "Die Kapazitäten an den anderen Häusern reichen aus. Alle terminlich fixierten Operationen finden statt", hieß es gegenüber der APA.

SMZ Ost. Gynäkologische Abetilung gesperrt

Wie der medizinische Direktor des KAV, Michael Binder, und die stellvertretende Landessanitätsdirektorin Ursula Karnthaler ausführten, sei die Schließung der gynäkologischen Abteilung ein Vorgang, der den KAV "nicht unvorbereitet" treffe. Man habe damit gerechnet, dass derartige Maßnahmen in Wiener Spitälern nötig sein würden.

Patientin löste Coronavirus-Infektionskette aus

Die Infektionskette hatte eine Frau ausgelöst, die vor einigen Tagen auf der gynäkologischen Abteilung des SMZ Ost stationär aufgenommen wurde, wobei sie zu diesem Zeitpunkt keinerlei Symptome zeigte, die auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 hindeuteten. In weiterer Folge trat bei der Patientin jedoch eine einseitige Lungenentzündung auf. Sie wurde daraufhin auf das Coronavirus getestet und war positiv. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Virus auf der Abteilung bereits verbreitet.

Frau war zum Zeitpunkt der Aufnahme symptomfrei

Dass eine einzige Person in relativ großem Ausmaß andere mit dem Virus anstecken konnte, liegt laut KAV-Direktor Binder daran, dass die Frau zum Zeitpunkt der Aufnahme symptomfrei war. Zugleich dürfte sie aber über die Atemluft das Virus stark verteilt haben. Der erste Wiener Corona-Patient - ein älterer Anwalt -, war zehn Tage lang in einem Spital gelegen, bevor die Diagnose feststand. Er dürfte - so wurde heute vermutet - weniger ansteckend gewesen sein, da sich niemand aus dem betroffenen Krankenhaus infiziert hat.

Unterdessen sind Untersuchungen im Laufen, ob die im Donauspital Infizierten das Virus weiter verbreitet haben. "Alle relevanten Kontaktpersonen werden ermittelt und überprüft", hieß es seitens des KAV.

(APA/Red)

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