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Corona-Zahlen: Darum unterscheiden sich die Daten von Innen- und Gesundheitsministerium

Gesundheitsminister Anschober bezieht sich bei seinen Zahlen immer auf das EMS.
Gesundheitsminister Anschober bezieht sich bei seinen Zahlen immer auf das EMS. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Bei den Corona-Zahlen des österreichischen Gesundheitsministeriums und Innenministeriums treten immer wieder Unterschiede auf. Aber warum? Wir sind der Frage auf den Grund gegangen.

Seit Ende Februar schicken das Bundesministerium für Inneres und das Gesundheitsministerium täglich Corona-Zahlen aus, die über die Neuerkrankungen, Gesundeten und auch Toten informieren. Seit März stellt VIENNA.at diese Zahlen auch in mehreren interaktiven Karten da, nach Bundesländer aufgeschlüsselt.

©Vienna.at

Beinahe genauso lange erreichen uns immer wieder mehr oder weniger nett gemeinte Nachrichten, dass diese Zahlen nicht stimmen würden. Tatsächlich gab es im Tumult der Corona-Anfangsphase immer wieder Datensätze, die unterschiedlicher nicht sein hätten können. Und auch nach Monaten unterscheiden sich die Zahlen des Innenministeriums geringfügig, aber doch merklich von jenen des Gesundheitsministeriums.

Die Daten zeigen: Die Zahlen des Innenministeriums sind meist etwas höher, können manchmal aber auch tiefer sein als die des Gesundheitsministeriums. Was steckt dahinter?

Corona-Zahlen aus unterschiedlichen Quellen

Die Antwort ist simpel und ist einfach ausgedrückt eine "Verzögerung bei der Datenübertragung". Das Gesundheitsministerium bezieht seine Daten aus dem Epidemiologischen Melderegister (EMS). EMS ist das offizielle Register, in das von den Bezirksbehörden sowie von Labors eingetragen wird. Zudem wird bei diesen Daten zuerst der Wohnbezirk der Infizierten geprüft, was zusätzlich Zeit benötigt. Diese Daten verwendet auch wir.

Das Bundesministerium für Inneres erhebt die Zahlen über eine Videokonferenz mit den Ländern. Diese Zahlen können Fälle enthalten, die im EMS noch nicht erfasst sind. So wird etwa ein Infizierter in Niederösterreich, der in Wien lebt, beim BMI zuerst in Niederösterreich registriert. Im EMS scheint er jedoch später als Infektion in Wien auf. Daher "hinken" die Daten des Gesundheitsministeriums den Zahlen des Innenministeriums immer etwas hinterher. Im Umkehrschluss kann es beim BMI aber auch zu "negativen Fällen" kommen, wenn etwa eine Infektion einem anderen Bundesland zugeordent wird. Im Endeffekt solltan aber nach Ende der Krise bei beiden Ministerien dasselbe Ergebnis herauskommen.

Beispiel eines "negativen Falls" (Stand: 2. Juli)
Beispiel eines "negativen Falls" beim BMI (Stand: 2. Juli) ©Screenshot der Website des BMI

(red)

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